Erster Spatenstich für Dorfgemeinschaftshaus Harbach

Trotz trüben Wetters herrschte gute Laune beim ersten Spatenstich. Foto: Schuette

Die Harbacher bekommen endlich ein neues Dorfgemeinschaftshaus, jetzt wurde der erste Spatenstich offiziell getätigt.

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. Harbach. (hgs). Gerade rechtzeitig schloss der Himmel seine Schleusen für den Spatenstich zum Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses im Grünberger Stadtteil Harbach. Neben Bürgermeister Frank Ide, Harbachs Ortsvorsteher Ulrich Schäfer, Bärbel Lotz vom Bauamt der Stadt Grünberg und Klaus Wagner vom Architekturbüro Schmees und Wagner aus Gießen, hatten sich weitere Personen vom Architekturbüro, den ausführenden Firmen, der Stadt und Gemeinde eingefunden, darunter auch der ehemalige Pfarrer Hartmut Miethe.

Frank Ide betonte, er sei stolz darauf, dass dieses Bauprojekt nach einer langen Vorlaufzeit endgültig an den Start gehen könne. Der Plan dazu habe schon vor seinem Antritt als Grünbergs Bürgermeister vor 16 Jahren auf der Agenda gestanden. Leider habe man erst jetzt - wegen der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen - den Spatenstich offiziell vornehmen können, wobei bereits vor Beginn etwa achtzig Prozent der Arbeiten vergeben waren. Es habe im Vorfeld viele Gespräche mit dem Ortsvorsteher und dem Ortsbeirat gegeben, in welcher Form das Dorfgemeinschaftshaus gestaltet werden kann. Dabei wurde auch über die Baukosten geredet, die nach dem ursprünglichen Ansatz inzwischen gestiegen sind. Bei vielen Anlässen hätten die Harbacher keine Räumlichkeit zur Verfügung gehabt und unter anderem mit einer Zeltüberdachung zufrieden sein müssen. Diese Zeit sei bald vorbei.

Ortsvorsteher Ulrich Schäfer wies darauf hin, dass der Spatenstich für das Dorfgemeinschaftshaus einen Meilenstein für den Ort darstelle. Er sei froh, dass er sich nach seinem Amtsantritt an der Konzeptphase habe beteiligen können. Insgesamt 20 Modelle wurden nach der Ausschreibung von Architekten eingereicht, die alle einen besonderen Charme darstellten. Obwohl das Architekturbüro Schmees und Wagner dabei nur den zweiten Platz belegte, sei dieses Konzept stimmig und habe die Ansprüche für ein modernes Dorfgemeinschaftshaus erfüllt. Hier könnten auch die umliegenden Dörfer bei Bedarf ihre Festlichkeiten ausrichten. Um Kosten einzusparen, stelle der Sportverein Harbach den ausführenden Firmen während der Bauphase einen Besprechungsraum und Toiletten zur Verfügung. Bei der Finanzierung hätten inzwischen auch Mittel aus der Hessenkasse zur Verfügung gestanden.

Der ursprüngliche Kostenrahmen ist um 1,6 Millionen Euro auf insgesamt 3,5 Millionen Euro gestiegen, wobei 1,5 Millionen Euro aus der Hessenkasse zur Verfügung stehen und die restlichen zwei Millionen Euro zu Lasten der Stadt gehen. Architekt Klaus Wagner erläuterte noch einmal kurz das Planungskonzept, das sich gut ins Dorfbild einfügt und mit dem hochgezogenen Dach einen markanten Punkt von allen Seiten ausmacht. Schon von Weitem kann man später durch das Foyer Einblick auf das Innere gewinnen. Auf der linken Frontseite befinden sich Garderobe und Küche, auf der rechten Seite die Toiletten und ein Jugendraum. Angenommen wird, dass bei gutem Verlauf die Arbeiten bis Frühjahr 2022 abgeschlossen sein können.