Freude über Koalitionspläne

(red). Der Katzenschutzverein „Katzenreich“ setzt sich weiterhin für eine Kastrationspflicht von Freigänger-Katzen ein, wie sie es zum Beispiel in Buseck gibt. Bei der...

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KREIS GIESSEN. (red). Der Katzenschutzverein „Katzenreich“ setzt sich weiterhin für eine Kastrationspflicht von Freigänger-Katzen ein, wie sie es zum Beispiel in Buseck gibt. Bei der Mitgliederversammlung freuten sich die Verantwortlichen über die Nachricht, dass laut Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und der Gießener Linke unter dem Punkt Umwelt-, Natur- und Tierschutz eine Katzenschutzverordnung für die Stadt Gießen eingeführt werden soll. „Das lässt uns hoffen, dass Gießen mit gutem Beispiel vorangeht und andere Kommunen dann nachziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ilona Kreiling vom Vorstandsteam erklärte, dass sich der Verein auch weiterhin für eine Katzenschutzverordnung in den Kommunen des Kreises einsetzen werde.

Um dieses Ziel zu erreichen, fanden unter anderem Informationsgespräche mit dem Licher Bürgermeister Dr. Julien Neubert und Nina Heidt-Sommer, der Fraktionsvorsitzenden der SPD in Gießen, statt. All diese Bemühungen hatten zur Folge, dass RTL auf den Verein aufmerksam wurde und Ende des Jahres zweimal zu Dreharbeiten ins „Katzenreich“ kam. Der Bericht über die Problematik der vielen Streunerkatzen und die Notwendigkeit einer Kastrationspflicht wurde dann einige Zeit später in RTL Hessen gesendet.

Ilona Kreiling, Ute Hopperdietzel und Irmtraut Gottschald vom Vorstandsteam berichteten über das Jahr 2020, das überschattet war von der Corona-Pandemie. So mussten alle bereits im Januar geplanten Termine und Veranstaltungen, das Sommerfest, Vorträge, der Stammtisch etc. abgesagt werden, was mit erheblichen Einnahmeverlusten verbunden war. Doch durch die Hilfe von Mitgliedern und Katzenfreunden, die entweder mal ein Paket Futter brachten oder eine sogenannte „Corona-Spende“ überwiesen haben, konnten die finanziellen Einbußen einigermaßen aufgefangen werden.

Aber auch das Vereinsleben litt unter den Einschränkungen der Pandemie. Lockdown und Kontaktsperre sorgten zeitweise nicht nur für einen Stillstand bei der Katzenvermittlung, sondern auch für ein Fernbleiben der ehrenamtlichen Helferinnen. Trotzdem ging der Katzenschutz weiter. So berichtete Ilona Kreiling von mehreren umfangreichen Kastrationsaktionen verwilderter Katzenpopulationen, wieder im Raum Lich und Grünberg, zwei der Brennpunkte im Kreis Gießen. Häufig ist danach auch die weitere Betreuung der kastrierten Tiere zu organisieren und damit verbunden auch eine Versorgung der Futterstellen mit Katzenfutter. Es wurden neben mehreren erwachsenen Katzen wieder viele Katzenwelpen aufgenommen, aufgepäppelt und anschließend in gute Hände vermittelt. Alle Pflegestellen waren voll ausgelastet.

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Durch die Unterstützung von Ehrenamtlichen und Spendern sei es trotz aller Einschränkungen ein erfolgreiches Jahr mit stetig steigenden Mitgliederzahlen gewesen.