Kleinere Veränderungen bei 30. Golden Oldies in Krofdorf-Gleiberg

Die Sponsoren und die Organisatoren der 30. Auflage des Golden Oldies-Festival präsentieren die kleinen Neuerungen, die die Gäste Ende Juli erwarten können.  Foto: Meina

Treue Fans behalten, gleichzeitig Nachwuchs gewinnen, das ist das Ziel der Organisatoren der Golden Oldies. Gäste können sich deswegen auf Neues beim Festival vom 26. bis 28....

Anzeige

KROFDORF-GLEIBERG. Altbewährtes, aber mit neuen Impulsen - ein Spagat zwischen den Wünschen der treuen Fans und dem potenziellen Nachwuchs soll beim 30. Golden Oldies-Festival vom 26. bis 28. Juli geschafft werden. Dies wurde beim Pressegespräch mit den Hauptsponsoren des Festivals am Dienstag schnell klar. Einen Umbruch wird es allerdings nicht geben. "Wir wollen nicht alles umkrempeln oder das Rad neu erfinden, aber wir sind uns durchaus bewusst, dass das junge Publikum nachkommt und wir uns darauf einrichten wollen", erklärte Corinna Bonnekamp, die künstlerische Leiterin.

Nach dem im vergangenen Jahr rund 60 000 Gäste beim Festival waren - und damit etwa 10 000 weniger als in den Jahren zuvor - haben man sich Gedanken gemacht, welche Stellschrauben man drehen, sich aber gleichzeitig treu bleiben kann.

Neben den traditionellen Besonderheiten wie der Oldtimer-Präsentation, dem Petticoat-Wettbewerb und den Livebands auf den verschiedenen Bühnen gibt es einige neue Höhepunkte wie etwa die zwei Tanzflächen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der TSC Wettenberg einen Boden aus Kunststoff gesponsert, nun kommt noch ein Weiterer des 1. Rock'n'Roll Club Gießen hinzu, sodass nun nicht nur an derKrokelstraße, sondern auch an der Turnhallenstraße Boogie Woogie getanzt werden kann. "Das wird vor allem die Tänzer freuen, die seit einigen Jahren aus ganz Deutschland kommen, um hier zu zeigen, was sie können", freute sich Bonnekamp.

Aber auch musikalisch möchte man neue Impulse setzen. Mittlerweile sind es nicht mehr nur die 50er und 60er, die im Mittelpunkt stehen, sondern auch Musik bis in die 80er Jahre. Die heimischen Bands werden zudem wieder auftreten, ebenso wie "Revolver", die im vergangenen Jahr wegen einer Hochzeit nicht auftreten konnten, was zu einigen Unstimmigkeiten bei den Fans führte. "Sie werden das Festival am Freitagabend wieder eröffnen", versprach die Mitorganisatorin. Zudem sollen wieder über 50 Livebands für gute Stimmung sorgen - vom Solokünstler wie DJ Heidi, die bereits auf vielen Rock'n'Roll-Festivals spielte, bis hin zur Bigband "The Dirty Boogie Orchestra".

Anzeige

Und wer die müden Beine ausruhen will, für den stellt einer der Hauptsponsoren, die Sparkasse Wetzlar, die neue "Chill-Out-Area" bereit - ein Ruhebereich mit Liegestühlen und Sonnenschirm, wie Susanne Dörr-Heil, Leiterin Kommunikation, vorstellte. In der Nähe der Freiwilligen Feuerwehr an der Schieferstraße soll abseits vom Trubel Platz dafür geschaffen werden.

Auch für die Jüngsten wird es wieder einige Aktionen im Kinderland des Sponsors geben. Dazu gehören Kinderschminken, Kinder-Shows, eine Hüpfburg und der traditionelle "Ballon-Weitflugwettbewerb", der sich aber explizit an die Kleinen richtet, wie Dörr-Heil betonte.

"Als im vergangenen Jahr die Gewinner teils mein Geburtsjahr hatten und sich natürlich nicht über die Preise freuten, die für die Jüngsten gedacht waren, haben wir schon gemerkt, dass wir unsere Zielgruppe etwas verfehlt haben", erinnerte sie sich lachend. Deswegen zieht der Wettbewerb in diesem Jahr ebenfalls ins Sparkassen-Kinderland. Gleich bleibt zudem der zweite große - und mittlerweile langjährige - Sponsor, die Bitburger Braugruppe, zu dem auch Licher gehört. Sie werden wieder zehntausende Besucher aus ganz Deutschland und anderen Ländern verpflegen - "bei hoffentlich wieder gutem Wetter", wie Bürgermeister Thomas Brunner betont.

Nach der letztjährigen Preiserhöhung bleibt der Eintritt bei der "30. Zeitreise" größtenteils gleich: Das Mehrtagesbändchen kostet 20 Euro, der Tageseintritt 15 Euro. Der Eintritt am Freitag wird mit zwölf Euro etwas günstiger - "als Dank für die Treue der Gäste aus der Region", wie Brunner sagt.