Landkreis Gießen: 2149 Ärzte und Mitarbeiter geimpft

Niedergelassene Ärzte und deren Mitarbeiter wurden an zwei Wochenenden geimpft.  Symbolfoto: dpa

277 niedergelassene Ärzte und 1872 medizinische Fachangestellte sind während der sogenannten "Praxistage" an zwei Wochenenden im Impfzentrum in Heuchelheim geimpft worden.

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KREIS GIESSEN. 277 Ärzte und 1872 medizinische Fachangestellte sind im Rahmen der sogenannten "Praxistage" an zwei Wochenenden im Impfzentrum in Heuchelheim geimpft worden. Dies teilte Kreisbrandinspektor Mario Binsch, der Leiter des Zentrums, auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Die Landesregierung hatte die "Praxistage" für die Wochenenden 27. und 28. Februar sowie 6. und 7. März ausgerufen, um niedergelassenen Ärzten und ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zu einer Impfung zu geben. Sie gehören zur Prioritätengruppe II. Das Land hatte dem Kreis 969 Adressen gemeldet, aus diesen Einzeladressen wurden 664 Einrichtungen angeschrieben, zum Teil sind mehrere Ärzte in einer Praxis.

Laut Binsch wurden 2645 Termine angeboten, 2149 davon angenommen. Am ersten Wochenende wurden 746 Dosen verabreicht, am zweiten 969. 424 Personen wurden bereits an den Donnerstagen vor den Wochenendterminen bestellt. Diese waren über 65 Jahre alt und erhielten den Impfstoff von Moderna, vereinzelt auch aufgrund einer ärztlichen Bewertung jenen von Biontech/Pfizer. Man habe diese Personen vorgezogen, da sonst der Prozessablauf wegen der unterschiedlichen Impfstoffe zu kompliziert gewesen sei, erläuterte der Leiter des Zentrums. Alle jüngeren Ärzte und Mitarbeiter erhielten das Vakzin von AstraZeneca.

Ärzte und Personal seien für das Angebot dankbar gewesen. In einigen Fällen sei darum gebeten worden, Samstagstermine zu bekommen, da die Sorge bestand, dass die Praxis am Montag nicht öffnen könne, falls sich Impfreaktionen zeigen, berichtete Binsch weiter. Diesen Wunsch habe man nicht immer erfüllen können.

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Da die "Praxistage" parallel zu den regulären ersten und zweiten Impfungen stattfanden, waren am vergangenen Wochenende alle sieben Impfstraßen in Betrieb. "Nach einem Stau am Samstagvormittag vor den sieben regulären Arztkabinen wurde kurzfristig ein weiterer Arzt angerufen", erläuterte der Leiter des Impfzentrums weiter.

Arztpraxen, die sich nicht zurückgemeldet haben, können wie jeder andere über das Impfportal oder telefonisch einen Termin vereinbaren oder - sobald dies geht - die Impfungen in der Praxis durchführen. Binsch ergänzte, dass Praxen, die sich beim Landkreis melden, auch auf die Resteliste genommen werden können.