Sieben verschiedene Wildkatzen bei Butzbach nachgewiesen

Eine Wildkatze in freier Natur. Im Raum Butzbach sind sieben weitere Exemplare nachgewiesen.  Symbolfoto: Helmut Weller

Das Ergebnis bestätigt den Taunus als wichtigen Lebensraum für die Wildkatze. Es ist eine Population mit einer der höchsten Dichten in Deutschland.

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BUTZBACH. Sieben verschiedene Wildkatzen: Das ist das Ergebnis der Lockstockuntersuchung, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Weilrod, der Stadt Butzbach und Butzbacher Jägern im Winter 2021 rund um Butzbach vorgenommen hatte. Sie sei eine Fortsetzung der 2020 gestarteten Aktion. Bei dieser seien bereits vier andere Wildkatzen nachgewiesen worden, heißt es in einer Pressemitteilung des BUND Hessen.

Die Haarproben ließ der BUND im Zentrum für Wildtiergenetik der Senckenberg-Gesellschaft in Gelnhausen untersuchen. Dessen Fachleute erstellten genetische Profile der Wildkatzen. Sie stammen von fünf männlichen Tieren und einer weiblichen Wildkatze. Sie gehören genetisch zur Taunus-Population. Bei einer Katze ließ die Qualität der Probe die Geschlechtsbestimmung nicht zu.

"Unter den diesjährig identifizierten Wildkatzen sind keine Tiere, die wir bereits aus dem Vorjahr kannten, wodurch wir von mindestens elf verschiedenen Wildkatzen im Untersuchungsgebiet ausgehen können", erläutert Joachim Höller vom BUND Butzbach. Der ehrenamtlich Aktive hatte die Haare der Wildkatzen an den 14 mit Baldrian präparierten Lockstöcken gesichert.

"Wir freuen uns, dass die Wildkatze in unseren Wäldern am Taunusrand wieder so zahlreich vertreten ist. Das Ergebnis bestätigt den Taunus als wichtigen Lebensraum für die Wildkatze, der eine Wildkatzenpopulation mit einer der höchsten Populationsdichten in Deutschland beherbergt", erklärte Susanne Steib, Projektkoordination beim BUND Hessen.