Für 33 Mädchen und Jungen war Mittwoch ohnehin ein aufregender Tag. Und dann war auch noch Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Einschulungsfeier der Lückebachschule zu Gast.
Von paz
Volker Bouffier wünschte den 33 Erstklässlern in Garbenteich "Freude an der Schule". Foto: Zielinski
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GARBENTEICH - "In der Grundschule werden die Grundlagen für Euer weiteres Leben gelegt. Hier lernt Ihr nicht nur Schreiben und Lesen, sondern auch, miteinander auszukommen" - mit diesen Worten begrüßte Volker Bouffier (CDU) die 33 Erstklässler der Lückebachschule in Garbenteich. Der Ministerpräsident war am Mittwoch in die Lückebachschule gekommen, um den aufgeregten Kindern und ihren nicht weniger nervösen Eltern einen erfolgreichen Start in den neuen Lebensabschnitt zu wünschen. In Hessen beginnt für mehr als 57 000 Mädchen und Jungen das Schulleben.
"Die Lückebachschule wird für einige Jahre ein Stück Heimat für Euch sein", betonte Bouffier und bedankte sich bei den Lehrern, die den ABC-Schützen ihr erstes Wissen vermitteln. "Schule kann viel, aber sie kann nicht alles", führte er weiter aus und appellierte dabei an die Eltern, ihre Kinder nach bester Möglichkeit zu unterstützen. "Machen Sie mit. Helfen Sie in der Elternarbeit und bei Festen, engagieren Sie sich für Ihre Schule."
Natürlich kam der Ministerpräsident in seiner Rede auch auf die Pandemie zu sprechen. "Kein Bereich des Lebens bleibt davon unberührt", bedauerte er. "Aber wir kommen gut voran und ich hoffe, dass wir irgendwann die Masken nicht mehr benötigen werden." Wichtig sei, dass alle sich impfen lassen würden. Denn 95 Prozent aller Corona-Patienten in Kliniken seien ungeimpft. "Für Euch gibt es ja noch keinen Impfstoff", wandte er sich an die Kinder. Um mehr Sicherheit zu gewähren, würden aber in den ersten beiden Schulwochen jeweils drei statt wie bisher zwei Tests stattfinden.
Auch auf das Thema Handys ging er ein. Auf seine Frage, wer denn schon eins besitze, gingen einige Hände in die Luft. "Wenn Ihr nicht lesen oder schreiben könnt, bringt Euch ein Handy wenig", gab Bouffier zu bedenken. Und: "Im Mittelpunkt sollte sowohl in der Schule als auch zuhause der Mensch stehen und nicht die Technik."
Abschließend wünschte Bouffier den Erstklässlern "Gesundheit, Freude an der Schule und dass bald wieder uneingeschränkt Sport und Singen möglich sind". Im Gepäck hatte er einen Beutel mit "Sachen, die wichtig für Euren Schulalltag sind".
Die Mädchen und Jungen zeigten sich von Volker Bouffier, der gerne mit dem einen oder anderen Kind plauderte, begeistert. "Der ist aber cool" oder "Der sieht aus wie im Fernsehen" war zu hören. Nur ein kleiner Junge hatte sich etwas geirrt. "Tschüss, Herr Bürgermeister", rief er ihm nach.
Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Gabriele Hill folgte ein Gottesdienst mit Dekan André Witte-Karp. Danach wurden die Namen aller Einschulungskinder vorgelesen, die mit ihren Lehrerinnen Ute Hampel und Maria-Hildegard Jensch für eine erste Unterrichtsstunde in ihre Klassen gingen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten Simone Säman und Helen Faber. Wünsche wie "ein Lächeln, wenn Du in die Schule gehst" oder "dass Du viele Freunde findest", gaben die Viertklässler den ABC-Schützen mit auf den Weg.