200 000 Euro Förderung aus Leader-Mitteln für die Sanierung...

Bei der Bescheidübergabe für die "Pforte" in Ober-Bessingen. Foto: Irek

Eine Leader-Förderung von 200 000 Euro konnte Lichs Bürgermeister Bernd Klein für die Innensanierung der "Pforte" in Ober-Bessingen entgegennehmen.

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OBER-BESSINGEN. Einen Förderbescheid von maximal 200 000 Euro konnte Lichs Bürgermeister Bernd Klein am Mittwoch in Ober-Bessingen in Empfang nehmen. Die Mittel aus dem Leader-Programm sind für die Innensanierung der "Pforte" in dem Licher Stadtteil gedacht. Von außen strahlt das ortsbildprägende Gebäude bereits, denn die Sanierung des Fachwerks und des Daches ist bereits abgeschlossen. Dafür hatte die Stadt Lich bereits 400 000 Euro investiert. Fast dieselbe Summe fließt nun noch einmal in den Innenausbau, durch den eine dreifache Nutzung gewährleistet werden soll. "Das DRK Lich soll hier Räume für eine Ausstellung bekommen, es sollen Unterkünfte einer Pilgerherberge entstehen und es wird eine Begegnungsstätte für den Ort", fasste Klein die Planung zusammen. Dabei bringen sich auch viele junge Menschen aus Ober-Bessingen in die Planung ein, sodass für Klein "die Nachhaltigkeit der Sanierung gewährleistet ist".

Für Landrätin Anita Schneider zeigt sich in den Leader-Fördermitteln "Europa vor Ort in der Unterstützung der ländlichen Räume". Die Sanierung der "Pforte" sei ein Vorbild für den gelebten Denkmalschutz, das Andocken des Tourismus und die gelebte Tradition. Deswegen sei es gerechtfertigt, dass die Maximalförderung zugesagt worden sei.

Auch Margot Schäfer, Abteilungsleiterin beim Amt für den ländlichen Raum, sah die "Pforte" als ein herausragendes Projekt an, dessen Sanierung als Denkmal mit einem konkreten, mehrfachen Nutzen Sinn mache. Das betonte auch Elke Hochgesand vom Verein Gießener Land, der für die Vergabe der Leader-Mittel in der Region zuständig ist. "Es ist ein Paradebeispiel für das Handlungsfeld Dorfvision", da viele Ober-Bessinger durch den Pfortenverein beteiligt sind. Dazu baue es auf dem ebenfalls mit Leader-Mitteln geförderten Tourismuskonzept der Ostkreiskommunen auf.