Brunnen strahlt im österlichen Glanz

Mitglieder der Heimatstube schmückten den Brunnen wieder österlich und knüpften an alte Bräuche und Traditionen an. Foto: Mattern

(mav). Viel Mühe haben sie sich gemacht, keine Kosten gescheut und mit kreativem Sinn und Herzblut einen ansehnlichen Farbtupfer im kleinen Park an der "Aalt Schul" in...

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LAUNSBACH. Viel Mühe haben sie sich gemacht, keine Kosten gescheut und mit kreativem Sinn und Herzblut einen ansehnlichen Farbtupfer im kleinen Park an der "Aalt Schul" in Launsbach entstehen lassen. Mitglieder der Heimatstube verliehen dem Brunnen österlichen Glanz.

Das Metallgestell als Basiskonstruktion wurde mit Buchsbüscheln und bunten Eiergirlanden umwickelt und verziert. Ein halbes dutzend Blumenkästen kamen hinzu, die mit blühenden Frühlingsblumen bepflanzt um den Brunnenrand herum aufgehängt, diesen nochmals besonders aufwerten. Eine Bildertafel mit zahlreichen Fotos aus den Osterbrunnenaktionen der zurückliegenden Jahre bietet einen Blick in die Vergangenheit ohne Mund-Nase-Schutz. Eier und Buchs gelten als Frühlingsboten und sind Symbole für Leben, wussten die fleißigen Helfer der Heimatstube zu berichten. Der Brunnen stehe für das Lebenselixier Wasser. Früher gab es in den Dörfern nur wenige öffentliche Wasserstellen, die in den Wintermonaten oft zugefroren waren. Im Frühjahr stand das lebensspendende Nass dann wieder zur Verfügung und aus Dankbarkeit wurden die Brunnen geschmückt und mit einer Krone versehen. Der Verein Heimatstube, mit ihrer Vorsitzenden, Ingrid Hofmann, erinnert gerne an alte Traditionen, hält sie lebendig und erklärt ihre Ursprünge, als besondere Form der Wertschätzung. Die Gemeinde Wettenberg hat übrigens die Kosten für den Blumenschmuck in die Pflanzkästen getragen. Seit 2006 wird der Osterbrunnen im kleinsten der drei Wettenbergdörfer geschmückt. Der erste Brunnen war der Dorfbrunnen am alten Backhaus, einem lieb gewonnenen und gern angenommenem Treffpunkt für Jung und Alt, grade im Sommer. Er führte reichlich Wasser und wurde anlässlich der 750-Jahr-Feier des Örtchens 1992 erbaut. Alle Versuche, dem Grund des Versiegens des Wassers auf die Spur zu kommen, blieben bislang erfolglos. Die Launsbacher Geschichte ist also vielschichtig und interessant. Die Heimatstube würde sich freuen, wenn insbesondere junge Menschen durch ihre Mitgliedschaft im Verein ihr Interesse an dieser Geschichte und damit ihrer Heimat zeigten, so die Vorsitzende.