Wettenbergerin scheidet bei „The Taste“ aus

Schweren Herzens muss Michelle Ghofrani ihre Schürze in den Spind räumen. Bereits in der dritten Folge muss die Wettenbergerin die Kochshow „The Taste“ verlassen. Foto: SAT.1/Jens Hartmann

Michelle Ghofrani aus Krofdorf-Gleiberg muss bei der Sat.1-Kochshow „The Taste“, auch bedingt durch eine Schnittverletzung, ihre Koffer packen.

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WETTENBERG. Die Reise bei der Sat.1-Kochshow „The Taste“ ist für Michelle Ghofrani aus Wettenberg nach der dritten Sendung der aktuellen Staffel zu Ende. Nach dem Teamkochen, dass das Team von Frank Rosin verlor, entschied der Coach, dass die Hobbyköchin aus Krofdorf-Gleiberg die Heimreise antreten muss. Dabei wurde ihr Löffel, den sie zuvor zu dem Themenland Schweiz gekocht hatte von ihrem Coach erst gar nicht ausgewählt.

International geprägt ist die Küche von Haya Molcho, die in der letzten Folge von „The Taste“ als Gastjurorin fungierte. Die israelische Köchin, die mittlerweile unter ihrer Marke „Neni“ elf Restaurants in ganz Europa betreibt, hatte die Themen, nach denen die Teams kochen mussten, nach Ländern aufgeteilt. Für das Team von Frank Rosin, und demnach auch Michelle musste einen landspezifischen Löffel für die Schweiz kochen.

Nach kurzer Beratungszeit mit ihrem Coach und Team entschied sich Ghofrani Kartoffelrösti, Käsesoße, Speck, Karotten, Sellerie und Radieschen auf ihren Löffel zu kochen und entschuldigte sich direkt kurz danach bei allen Schweizern. „Tut mir leid an alle Schweizer: Mir ist einfach nicht so viel zu der Schweiz eingefallen.“ Auch Coach Rosin bemerkte, das die Wettenbergerin mit dem Thema ihre Probleme hatte. „Bei dem Thema Schweiz war Michelle extrem verunsichert und hatte wenig Selbstvertrauen“, so der Sternekoch. Hinzu kam noch, dass Michelle immer noch durch ihre Schnittwunde, die sie sich bereits in der Vorwoche zugezogen hatte, gehandicapt fühlte. Der tiefe Schnitt machte ihr zunehmend zu schaffen. „Leider ist es in den letzten Tagen nicht besser geworden, weshalb ich immer noch mit Verband herumlaufen muss. Dementsprechend habe ich Probleme zu greifen und fein zu arbeiten, da ich an dem Finger nichts spüre. In so einem Wettkampf ist das richtig blöd. Warum musste genau mir das passieren? Warum am rechten Daumen und genau in dieser Sendung und nicht zu Hause?“ Doch alles Jammern half nichts, schließlich galt es für das Team Rosin, nachdem es bereits in der Vorwoche den schlechtesten Löffel im Teamkochen hatte, eine Reaktion zu zeigen. Doch Rosin machte Ghofrani bereits vor Ablauf der einstündigen Kochzeit deutlich, dass er ihren Löffel nicht zur Verkostung an die Gastjurorin schicken werde. „Ja, das enttäuscht. Mir war aber auch klar, dass ich wahrscheinlich keinen Löffel mache, der exzellent dafür geeignet ist, die Schweiz zu repräsentieren“, gab die 41-Jährige zu.

Schwere Entscheidung

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Rosin entschied stattdessen, den Löffel von Ghofranis Teamkollegen Leonel zu schicken. Doch auch wie bereits in der Vorwoche, konnte der Löffel die Gastjurorin Molcho nicht überzeugen und sie entschied, dass Team Blau den schlechtesten Löffel zubereitet hatte. Folglich musste Rosin entscheiden, wen aus seinem Team nach Hause schickt. Seine schlussendliche Wahl fiel auf Michelle Ghofrani, weil sie sich seiner Meinung nach und bedingt durch ihre Verletzung zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Die Wettenbergerin nahm die Entscheidung gefasst auf. Dass sie nun gehen müsse, sei für sie „völlig in Ordnung.“ Sie habe auf jeden Fall etwas erreicht und sie wisse, dass sie gut kochen kann. Dieses Feedback habe ihr auch ihr Coach Frank Rosin gegeben. „Es war eine einzigartige Erfahrung und hat superviel Spaß gemacht. Aber ich weiß auch, was die anderen Kandidaten draufhaben und wie stark sie sind. Und das ist einfach nur fair. Für die kurze Zeit, in der ich dabei war, habe ich wirklich tolle Freundschaften geschlossen und werde natürlich meine ganze Truppe vermissen“, so Ghofranis abschließende Worte, bevor sie ihre blaue Kochschürze vom Team Rosin in ihren Spind hing und durch die Studiotür verschwand.