Meinung

Kommentar zu Vodafone-Ausfällen: Ärger über Umgang

R
Redaktion
„Unsere Technikspezialisten arbeiten intensiv“, sagt ein Vodafone-Firmensprecher. Kunden erwarten mehr.

Seit Tagen gibt es in Bad Camberg massive Störungen bei Vodafone. Unsere Redakteurin findet: Der Dienstleister könnte mehr für seine Kunden tun.

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Tägliche Ausfälle über mehrere Stunden, genau wie im Februar. Damals wurden in Bad Camberg Bauarbeiten, mit denen Vodafone nichts zu tun hatte, als eine Ursache ausgemacht. Aber auch schon ein lokaler Rückwegstörer, der (nach Unternehmensangaben) 250 Anschlüsse beeinträchtigt hatte. Das Ergebnis: Kein Telefon, kein Internet, kein Fernsehen bei 250 betroffenen Kabelkunden. Monatelang funktionierte das Ganze, jetzt geht es wieder los.. Diesmal erleben 390 Kunden diese Ausfälle, wie Vodafone auf Nachfrage bestätigt.

Der Unmut ist mittlerweile groß. Und selbst wenn die Argumentation des Unternehmens logisch klingt – die Skepsis bei den Nutzern ist es mittlerweile auch. 390 betroffene Anschlüsse: Damit ist es ein großes Problem, aber nicht erheblich genug, um von einer Großstörung zu sprechen. Die Betroffenen sind nicht nur verärgert, weil etwas nicht funktioniert – wofür der Dienstleister Vodafone möglicherweise gar nichts kann. Sie ärgert auch der Umgang mit diesem Problem. Das beste Beispiel: Auch Kunde Marc Oliver Widmann ist ein Dienstleister, der auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen ist.

Die hat er auf eigene Kosten verbessert – weil er als Geschäftskunde sonst nicht arbeiten könnte und als Fachmann die Alternativen kennt. Das kann man von den meisten Privatkunden nicht erwarten. Da das Problem nun zum zweiten Mal auftaucht – und durchaus massiver als im Februar – könnte man vom Dienstleister Vodafone erwarten, etwas mehr zu tun. Wie das technisch funktioniert, hat Widmann vorgemacht – auf eigene Kosten.

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Von Petra Hackert