Bagger rollen auf dem "Zipfen"

Präsident Rainer Druck, Bürgermeister Michael Ruoff, Parlamentschef Michael Lassmann und Architekt Hans-Peter Weckbecker (v.l.) beim Spatenstich für den neuen Sportplatz.  Foto: Stadt Hadamar

In Hadamar entsteht für 1,7 Millionen Euro die neue zentrale Sportanlage für den SV Rot-Weiß. Schon im Frühjahr soll der erste Ball auf Kunstrasen gespielt werden.

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HADAMAR-NIEDERHADAMAR. Auf dem "Zipfen" in Niederhadamar haben jetzt die Bagger das Sagen. Mit dem gemeinsamen Spatenstich von Vertretern des Sportvereins Rot-Weiß Hadamar und der Stadt haben die Arbeiten für die neue zentrale Sportanlage offiziell begonnen.

Die Freude darüber ist nicht nur beim Sportverein groß, auch Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) ist erleichtert, dass die lange Planungsphase abgeschlossen werden konnte: "Bereits 2012, kurz nach der Zusammenführung von SpVgg Hadamar und SC Rot-Weiß Niederhadamar, erreichte die Stadtverwaltung das Schreiben mit der Bitte um Bezuschussung des Projekts." Doch obwohl sich das auserkorene Grundstück bereits in städtischer Hand befand, war zunächst Geduld gefragt: Ein neuer Bebauungsplan musste aufgestellt und vom Regierungspräsidium genehmigt werden.

Darüber hinaus galt es, die Finanzierung des Vorhabens zu sichern. "Die Stadt beteiligt sich an den Gesamtkosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro mit einem Zuschuss von 925 000 Euro. Weitere 200 000 Euro gibt das Land Hessen, 40 000 Euro der Landkreis Limburg-Weilburg und 10 000 Euro der Landessportbund dazu", erläutert Schatzmeister Fritz Otto. Eigenleistungen, wie etwa die Übernahme von Pflasterarbeiten sorgen für eine Ersparnis von rund 80 000 Euro.

Vereinsheim soll im nächsten Sommer stehen

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Auf der rund 12 000 Quadratmeter großen Fläche oberhalb des bisherigen Sportplatzes wird bis zum kommenden Frühjahr ein neues Großspielfeld mit Kunstrasen entstehen. "Auf diese Weise können wir den regen Trainings- und Spielbetrieb sämtlicher Jugend- und Seniorenmannschaften auch in den kälteren Monaten gut umsetzen" erklärt Vereinspressesprecher Hans Reichwein. Ein neues Vereinsheim, das bis zum kommenden Sommer fertiggestellt sein soll, hat Architekt Hans-Peter Weckbecker ebenfalls vorgesehen. Das alte Vereinsheim soll dafür einen neuen Nutzer finden. "Interessenten gibt es bereits", so Präsident Rainer Druck.

Zur Spielzeit 2022/23 will der Verein dann seine bisherige Heimspielstätte an der Faulbacher Straße aufgeben.