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Kommentar zu Herausforderungen im Forst: Frage des Geldes

VR
VRM Redaktion
Unser Reporter Jürgen Vetter kommentiert. Fotos: Jürgen Vetter

Mehr als eine halbe Million Baumsetzlinge sind auf Schadflächen in den Wäldern in Limburg-Weilburg allein im vergangenen Jahr in die Erde gebracht worden. Dort wo Hitze,...

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Mehr als eine halbe Million Baumsetzlinge sind auf Schadflächen in den Wäldern in Limburg-Weilburg allein im vergangenen Jahr in die Erde gebracht worden.

Dort wo Hitze, Trockenheit und dann der Borkenkäfer gewütet haben, wird der Wald der Zukunft entstehen. Angesichts des Klimawandels muss dieser Wald anders aussehen. Wie Soldaten in Reih und Glied aufgereihte Fichten sind ja schon fast vollständig gefallen.

Solche anfälligen Monokulturen soll es nun nicht mehr geben. Artenreiche Mischwälder mit robusten Laub- und Nadelbäumen werden stattdessen gepflanzt. Dabei setzen die Forstämter auf Baumarten, die besser mit Hitze und längeren Trockenperioden zurechtkommen. Vor der Aufforstung werden die Bedingungen an den jeweiligen Standorten genau analysiert. Anhand von Klimamodellen versuchen die Fachleute zusätzlich gut 70 Jahre in die Zukunft zu schauen. Wenn klar ist, welche Baumarten wo die besten Chancen haben, müssen die Fläche vorbereitet sowie hochwertiges Pflanzgut besorgt und fachgerecht in die Erde gebracht werden.

Das alles benötigt sehr viel Wissen, Arbeitskraft und Geld. Wir werden also auf absehbare Zeit nicht mehr fragen können, was sich aus dem Forstbereich erlösen lässt, wir müssen fragen, was uns die Wälder wert sind.

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Von Jürgen Vetter