Meinung

Kontra Böllerverbot in Limburg-Weilburg: Spaßverderberei!

Uwe Röndigs
Uwe Röndigs kommentiert kontra Böllerverbot.

Chefredakteur Uwe Röndigs ist für ein frohes neues Jahr – ohne Verbote.

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Typisch deutsch! Es geht offensichtlich nur mit Geh- oder Verboten. Und jetzt auch noch bei den Böllern zu Silvester? Was für eine Spaßverderberei!

Wenn man von den richtig wichtigen Themen ablenken will, dann wendet man sich halt dem Silvesterknaller zu – als ob die Politik sich nicht mit anderen Fragen beschäftigen sollte. Das alte Jahr zu beerdigen, das Neujahr zu feiern – das hat in vielen Kulturen eine lange Tradition und auch seine Berechtigung. Eine Zäsur zu zelebrieren und sich mit bunten Lichterglanz ein wenig Optimismus einzuflößen, das muss doch wohl erlaubt sein. Auch wenn manchmal ein neues Jahr wie eine Wunderkerze ist: am Anfang viel heller Schein, und zum Schluss ist man ganz schön abgebrannt!

Wenn etwas zu ändern wäre, dann gibt es doch einfachere Möglichkeiten, die es den Menschen überlassen, was bleiben sollte: Ist der vernünftige Umgang mit Raketen und Böllern ein Problem, dann helfen Aufklärung und Hinweise von Herstellern. Wir haben für alles Verordnungen und technische Anweisungen, da lässt sich doch einiges regeln. Will man die Ausmaße des Silvesterspaßes beschränken, dann macht man das halt über den Preis. Der Verbraucher reagiert doch vor allem auf eines: das Portemonnaie.

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Vielleicht hat das ja dann die Folge, dass weniger Schall zu hören, dafür aber schönere Lichter am Sternenhimmel zu sehen sind. Schon die Einschränkungen zur Verkaufszeit vor Silvester haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Böllerei nicht Überhand nimmt. Und dann gibt es noch eine Möglichkeit: Es gibt öffentliche Feten, die das neue Jahr begrüßen. Dann brauchen die Bürgerinnen und Bürger nur ein Glas, um auf die Zukunft anzustoßen. Nichts weiter.