Limburg will Raser ausbremsen

In Limburg häufen sich Bürgerbeschwerden über zu schnelle Autos und damit verbundene Lärmbelästigungen. Die Stadt reagiert jetzt mit vermehrten Geschwindigkeitskontrollen.  Archivfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

Heulende Motoren, quietschende Reifen. In Limburg häufen sich Bürgerbeschwerden über Schnellfahrer. Jetzt hat die Stadt reagiert.

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LIMBURG. Tag für Tag gehen beim Ordnungsamt der Stadt Limburg Beschwerden von Bürgern über massive Belästigungen und Gefährdungen durch Autofahrer ein: Auf den Straßen in der Stadt werde zu schnell gefahren, oft genug auch gerast und häufig seien Fahrzeuge mit einer Lautstärke unterwegs, die für Anwohner zu einer richtigen Lärmbelästigung werde. Das Limburger Ordnungsamt will deshalb den Verkehr in der Stadt stärker kontrollieren und kommt mit verstärkten Messungen auch einer Forderung der Ortsbeiräte nach.

"Die meisten Fahrerinnen und Fahrer halten sich an die Regeln, sie brauchen daher nichts zu befürchten. Doch wer deutlich zu schnell unterwegs ist, gefährdet andere Verkehrsteilnehmer. Zudem sind die zu schnell fahrenden Autos häufig zu laut und belästigen Menschen, die in der Nähe wohnen und arbeiten. Deshalb müssen wir verstärkt zum Schutz der Anwohner kontrollieren", macht der Erste Stadtrat Michael Stanke (CDU) als Ordnungsdezernent deutlich.

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Den möglichen Vorwurf der "Abzocke" durch verstärkte Geschwindigkeitskontrollen lässt das Ordnungsamt der Stadt nicht gelten. Die Beschwerden der Anwohner der Innenstadt und aus den Stadtteilen über die stetig steigende Anzahl von stark motorisierten und getunten Fahrzeugen mit entsprechendem Fahrverhalten verdeutlichten vielmehr eine Entwicklung, der Einhalt geboten werden müsse. Zwar gebe es einige Hotspots für diese Art des Fahrens - wie das Parkhaus im ICE-Gebiet - doch die Begleiterscheinungen des schnellen Fahrens mit sichtbarem Gummiabrieb auf dem Asphalt sei an zahlreichen Stellen in der Stadt zu sehen.

Die Geschwindigkeitsmessungen sind nach Einschätzung des Ordnungsamts ein wichtiges Instrument zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer sowie all derer, die die Regeln beachten. Überhöhte Geschwindigkeit sei eine der Hauptunfallursachen. Und oftmals würden dann Unbeteiligte zu Opfern. Deshalb werde vor allem in den Bereichen die Geschwindigkeit gemessen, in denen zu hohes Tempo zu einer massiven Gefährdung führe - in der Nähe von Kindertagesstätten, von Schulen, Senioreneinrichtungen oder auch in der Nähe des Krankenhauses sowie in Tempo-30-Zonen oder auf Verkehrswegen, auf denen sich Fußgänger, Radler und Autofahrer verstärkt begegnen und sich den zur Verfügung stehenden Verkehrsraum teilen.

Die Messungen, teilte die Stadt mit, hätten natürlich auch präventiven Charakter, denn die Ankündigung von verstärkten Kontrollen lasse möglicherweise den einen oder anderen den Fuß vom Gas nehmen.

In der Stadt gibt es neben den fest installierten Anlagen zur Geschwindigkeitsmessung wie auf der Diezer Straße oder der Frankfurter Straße oder auch in der Ortsdurchfahrt von Lindenholzhausen über 80 Standorte, an denen eine mobile Anlage eingesetzt werden kann. Gemessen wird nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in allen Stadtteilen.

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Von red