Kinderfeuerwehr in Mengerskirchen gegründet

Dillhausens Kinderfeuerwehr mit Betreuerinnen: von links Olesja, Liam, Lukas, Brigitte Kintscher, Jessica Klein, Olivia Petri und Josephine. © Bernd Volz
© Bernd Volz

Die kleinen Helden des Alltags: Durch die Gründung einer Kinderfeuerwehr soll in Mengerskirchen Nachwuchs für die Einsatzabteilung ausgebildet werden.

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MENGERSKIRCHEN-DILLHAUSEN. "Es wäre schön, wenn viele von euch anschließend in die Jugendfeuerwehr wechseln", wünschte Bürgermeister Thomas Scholz (CDU) im Rahmen der feierlichen Gründung der Dillhäuser Kinderfeuerwehr "Löschbärchen", die nun mit acht Kindern, betreut von Olivia Petri, Jessica Klein und Brigitte Kintscher, ihren Betrieb aufnahm. Bereits seit zwei Jahren bestand der Wunsch aus den Reihen der Dillhäuser Feuerwehr, eine eigene Kinderfeuerwehr im Ort zu gründen.

"Alle kleinen und großen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sind unsere Helden des Alltags", so der stolze Bürgermeister des Marktfleckens Mengerskirchen. Nach Winkels, Mengerskirchen und Waldernbach geht mit Dillhausen die vierte Kinderfeuerwehr an den Start, in denen über 60 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren spielerisch das Feuerwehrwesen kennenlernen werden. Und, so ist es der Wunsch aller Beteiligten, mit Vollendung des 10. Lebensjahres in die Jugendfeuerwehr überwechseln, dort vertieft auf den Feuerwehrdienst vorbereitet werden und dann in die Einsatzabteilung überwechseln.

Derzeit leisten 28 Mitglieder der Einsatzabteilung der Dillhäuser Feuerwehr unter Wehrführer Mike von Holten und dessen Stellvertreter Simon Klein ihren Dienst. Deren Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr, derzeit sieben Jungen, wird von Jugendfeuerwehrwart Julian Klein betreut. Der Feuerwehrverein unter Vorsitz von Tobias Eckert hat aktuell 180 Mitglieder. Tobias Eckert lobte die Gründung der Kinderfeuerwehr als nächsten und wichtigen Schritt zur Nachwuchsgewinnung.

Grüße der Kinderfeuerwehren Mengerskirchens überbrachte Gemeindekinderfeuerwehrwartin Sarah Michler, der Stellvertretende Gemeindebrandinspektor Lars Weber tat Gleiches im Namen der Einsatzabteilungen und Einsatzkräfte der Gemeinde Mengerskirchen. Ortsvorsteherin Brigitte Kintscher, gleichzeitig Betreuerin in der Kinderfeuerwehr, freut sich auf das gemeinsame Miteinander. Es sei wichtig, Kindern eine Perspektive vor Ort zu geben und so die Gemeinschaft im Vereinsleben kennenzulernen. Die Feuerwehr biete solch eine Gemeinschaft und vielleicht bleibe der eine oder andere später dabei.

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"Je früher man anfängt, um so besser wächst man auf"

Manfred Gotthardt, Vorsitzender der Gemeindevertretung, dankte der Dillhäuser Feuerwehr für deren erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Der Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister (CDU) erinnerte an die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes, "je früher man anfängt, um so besser wächst man in der Feuerwehr auf". Joachim Veyhelmann (CDU), Vorsitzender des Kreistags Limburg-Weilburg erinnerte, welche oft entscheidende Rolle Kinder beim Absetzen von Notrufen hätten. Michael Kintscher als Stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und als Ehrengemeindebrandinspektor der Gemeinde Mengerskirchen mahnte: "Feuerwehr funktioniert nur dann, wenn wir viele sind."

Auch wenn zur Gründungsfeier nicht alle zukünftigen Löschbärchen dabei sein konnten, so hat die Kinderfeuerwehr in Dillhausen mit acht Kindern den ersten wichtigen Grundstein für eine erfolgreiche Arbeit in der Kinderfeuerwehr gelegt.

Von Bernd Volz