Runkel: Beschäftigte der ElringKlinger AG legen Arbeit nieder

Rund 150 Beschäftigte der ElringKlinger AG kämpfen für mehr Lohn. © DGB Limburg-Weilburg

Die Warnstreikwelle ist nach Runkel zurückgekehrt: Rund 150 Beschäftigte der ElringKlinger AG kämpfen für mehr Lohn. Die IG Metall kündigt bereits weitere Eskalationsstufen an.

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RUNKEL. Die Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie ist am Mittwoch nach Runkel zurückgekehrt. Rund 150 Beschäftigte der ElringKlinger AG folgten dem Aufruf der IG Metall und legten zeitweise die Arbeit nieder. Es war der zweite Warnstreik der Beschäftigten des Unternehmens. Bereits am 4. November waren 130 Beschäftigte auf die Straße gegangen.

Kundgebung im Zentrum von Runkel

Der Kundgebung im Zentrum von Runkel ging eine Demonstration vom Werk voraus. Mit Transparenten, Fahnen und Trillerpfeifen machte sich die Belegschaft des Automobilzulieferers für ihre Forderung nach acht Prozent Lohnerhöhung für zwölf Monate stark. Unterstützung erhielten die Streikenden von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben der Region.

"Die Lebenshaltungskosten steigen ohne Ende. Die Unternehmen können diese Preissteigerungen zum Teil weitergeben, die Beschäftigten aber nicht", so Volker Segler, Betriebsratsvorsitzender in Runkel. Die Beschäftigten brauchten deshalb deutliche Entgelterhöhungen - und zwar dauerhaft. Adrian Klock von der IG Metall ergänzt: Die Kolleginnen und Kollegen hätten während der Corona-Krise die Betriebe am Laufen gehalten und zugleich auf prozentuale Einkommenssteigerungen verzichtet.

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"Die Erwartungshaltung ist klar: In der fünften Verhandlungsrunde am 17. November in Baden-Württemberg muss endlich ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber auf den Tisch. Wir sind auf alle Eventualitäten in der Region vorbereitet. Wenn wir am Verhandlungstisch nicht weiterkommen, werden wir in die nächste Eskalationsstufe gehen müssen." Und diese heiße 24-Stunden-Warnstreiks, so Alexander Hasselbächer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Mainz-Wiesbaden, vor den Streikenden.

"DGB und Gewerkschaften sind solidarisch mit Euch"

Für den DGB Kreisverband Limburg-Weilburg sprach das Kreisvorstandsmitglied Franz Becker ein Grußwort. "Der DGB und die Gewerkschaften vor Ort sind solidarisch mit euren Aktionen. Eure Forderungen sind nicht nur vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten angemessen. Ihr habt es euch auch verdient. Denn ohne die Beschäftigten kann kein Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg generieren", so Becker.