Villmar: Drei Faßbender-Chöre singen zum Advent

Die von Jürgen Faßbender geleiteten gemischten Chöre "Quartettverein Villmar", "Salto Vocale Elz" und "Thalia Ebernhahn" begeistern mit einem Adventskonzert in der Villmarer Peter & Paul Kirche. © Kerstin Kaminsky

Quartettverein, Salto Vocale Elz und Thalia Eberhahn traten in der Pfarrkirche auf. Unterstützt wurde dabei ein guter Zweck.

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VILLMAR. Zum Konzert der Faßbender-Chöre am Samstagnachmittag war die Villmarer Pfarrkirche in sanften Kerzenglanz getaucht. Lichttüten mit Sternendekor überall auf den Lehnen der Bänke stimmten auf eine Stunde des Innehaltens ein.

"Genießen Sie unser Konzert, kommen Sie zur Ruhe und lassen Sie das Jahr Revue passieren", wandte sich Sabine Rubröder, die Vorsitzende des gastgebenden Quartettvereins Villmar 1920, an die zahlreich erschienen Besucher.

Es sei dem Quartettverein eine große Freude, endlich wieder zusammen mit den Gastchören Salto Vocale Elz und Thalia Ebernhahn auftreten zu können. Insbesondere, weil alle drei Chöre unter der Leitung von Jürgen Faßbender stehen. "Ein höchst engagierter Chorleiter, der alles dafür tut, um uns die schönsten und wohlklingendsten Töne zu entlocken", fügte Sabine Rubröder schmunzelnd an.

Mit einer Kyrie-Meditation eröffnete das schöne Konzert. Nach ein paar leisen Tönen am E-Piano erhoben sich zuerst die Frauenstimmen zu einem engelsgleichen Kyrie-Ruf. Dann setzten die Männer ein und bald steigerten sich die rund hundert mitsingenden Stimmen zu einer perfekten Harmonie.

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Auf "Hear my Prayer" folgte ein Loblied auf die Nacht. Die dunklen Stunden seien kein Grund zur Furcht, vielmehr schenken sie Erholung und Träume und tragen den Schlafenden zurück ins Licht, hieß es im Text. Bei "Trag mi wind" durften die Mitglieder des Quartettvereins ausruhen.

Zum Abschluss singen alle "O du fröhliche"

Wenn dieses gemeinsam von Salto Vocale Elz und Thalia Ebernhahn präsentierte Lied in österreichischer Mundart auch nicht typisch weihnachtlich ist, so lässt es doch an Engel denken oder an den durch die Lüfte rauschenden Rentierschlitten von Santa Claus.

Den Leitgedanken des Advents und die Sehnsucht nach dem Erlöser brachten die Chöre mit "Oh Heiland reiß die Himmel auf" dar. Dann folgte eine wunderschöne und interessante Version von "Leise rieselt der Schnee" sowie ein leichtes und heiteres "Ding dong, merilly on high", welches sich zu einem jubilierenden Hosianna steigerte.

Nach deutschen und englischen Liedern bewiesen sich die drei Chöre auch beim Schwedischen "Jul, jul, straldende Jul" als textsicher. Mit "The Angel Gabriel" wechselten sie wieder in die angelsächsische Weihnachtsliteratur.

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Untermalt von vielstimmig-melodiösem "Uuuu" erfüllte der Ebernhahner Tenor Dieter Kuch mit seinem gleichsam kraft- und gefühlvollen Solo des Jahrhunderte alten Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" die Kirche. Das schöne Adventskonzert neigte sich mit "O Bethlehem, du kleine Stadt" und "Blessing of Aaron", dem Ende zu.

Doch vor dem mit allen Gästen gemeinsam gesungenen "O du fröhliche" huschten ein Engelchen und sein Begleiter mit Sammelbüchsen durch die Reihen der Kirchenbänke. Denn das knapp einstündige Konzert war einem guten Zweck gewidmet und soll mit den Spendeneinnahmen die Arbeit der Dehrner Krebsnothilfe unterstützen.