Heidrun Ulrich hat dem Ortsbeirat von Weilburg-Hasselbach ein Verzeichnis mit den Hasselbacher "Hausnamen" übergeben.
WEILBURG-HASSELBACH. Die alten "Hausnamen" sind für jedes Dorf etwas Besonderes und erzählen vielerorts interessante Geschichten aus den vergangenen Jahrzehnten, manchmal sogar aus Jahrhunderten. Heidrun Ulrich aus Hasselbach hat in den vergangenen Monaten und Jahren für die Nachwelt die alten Hasselbacher Hausnamen zusammengetragen und nun dem Ortsbeirat zu treuen Händen übergeben.
In Ihrem Vorwort erklärt Heidrun Ulrich sehr treffend, dass auch heute noch in den Dörfern die alten Hausnamen mitunter im täglichen Miteinander verwendet werden. "Der örtlichen Gemeinschaft dienten sie für die Bezeichnung von Haus und Hof, den Besitz, aber auch für den jeweiligen Inhaber, seiner Familie und allen Bewohnern des Anwesens. Ein Haus ist mehr als nur eine Konstruktion aus Stein, Holz, Lehm, Beton und Glas - es ist auch die Heimstatt für Menschen mit all ihrem Denken, Fühlen, Wollen und Schaffen." Weiterhin beschreibt Heidrun Ulrich, dass durch den Wandel der Zeit Veränderungen in einem Dorf stattfinden, wodurch die alten Hausnamen verschwinden und in Vergessenheit geraten.
"Schmitz ohm Berg", "Kampe", "Trappe", "Bollzeitnersch" (Polizeidiener der Gemeinde) "Goreckersch" (Gutenacker) oder "Scholdesse" (Schultheiss/Bürgermeister) sind nur ein paar Beispiele, wie die Dorfnamen mit den Häusern im Dorf Hasselbach verbunden sind.
Ordner steht nun im Rathaus
Nach Gesprächen anlässlich ihrer goldenen Konfirmation hat sich Heidrun Ulrich zur Aufgabe gemacht, diese alten Hausnamen zusammenzutragen und hierzu viele Gespräche mit Hausbesitzern geführt. Gespräche und tiefer gehende Recherchen wurden als Ergebnis in dieser für Haselbach wertvollen "Sammlung alter Hausnamen" zusammengefasst und stehen nun im alten Rathaus allen Bürgern zur Verfügung.