Ein Beispiel für gelebtes Miteinander

Etwa 50 Besucher haben am Sonntag in der Volkshalle Kubach einen vergnüglichen Familiennachmittag erlebt. Es gab Musik, Vorträge und Ehrungen. Der Nachmittag wird traditionell...

Anzeige

WEILBURG-KUBACH. Etwa 50 Besucher haben am Sonntag in der Volkshalle Kubach einen vergnüglichen Familiennachmittag erlebt. Es gab Musik, Vorträge und Ehrungen. Der Nachmittag wird traditionell vom Ortsbeirat, den Vereinen und der Stadt Weilburg organisiert.

"Die Hauptakteure sind die Besucher, denn ihnen gehört der Nachmittag", sagte Ortsvorsteher Uwe Abel. Er solle zum Austausch und zum Kennenlernen dienen.

Nachmittag vereint die Generationen

"All denen möchte ich herzlich danken, die mit großem Engagement und so viel Herzblut diesen Familiennachmittag, der mittlerweile in Kubach Tradition hat, vorbereitet haben und gestalten", sagte Stadtrat Helmut Büttner in Vertretung von Bürgermeister Johannes Hanisch.

Anzeige

Ohne die helfenden Hände wäre dieses Zusammensein nicht denkbar. Er sei davon überzeugt, dass der Familiennachmittag ein wertvoller Beitrag sei, der bewusst mache, wie bedeutsam es sei, miteinander im Kontakt zu sein. Denn nur dann, wenn Menschen im Kontakt miteinander sind, könne sich Vertrauen entwickeln und sinnvolles Handeln entstehen. "Ebenso bedeutsam erscheint mir in unserem täglichen Miteinander, die Kinder und die Senioren mit ihren Bedürfnissen im Blick zu haben, sie nicht auszugrenzen und aus den Augen zu verlieren", meinte Büttner. Familie bedeute auch heute noch, Verantwortung füreinander und miteinander zu tragen, auch über Generationen hinweg. Deshalb freue es ihn sehr, dass an diesem Nachmittag an alle gedacht worden sei, und zwar an junge und alte Menschen.

"Der Familiennachmittag ist für mich ein Beispiel für ein gelebtes Miteinander aller Bürger von Kubach", sagte der Stadtrat. Wenn dieser Nachmittag dazu beitragen könne, eine Klammer zu bilden von unterschiedlichen Generationen und auch Nationalitäten, dann stütze er den menschlichen Kontakt, das menschliche Vertrauen und damit letztlich die Lebensqualität.

Pfarrer Rolf Ringleb scherzte, dass er einfach den Schildern gefolgt sei, auf denen "Affentanz" stand. Diesen Tag nannte Ringleb einen Tag der Achtung und Beachtung. Zu oft gehe man achtlos aneinander vorbei, wobei es nichts Schöneres gebe, als in einer Gemeinschaft zu leben.

Musik gab es von Martin Krähe, Leiter der Kreismusikschule, seiner Kollegin Kerstin Widmann und Musikschülern. Kinder der Kita sangen fröhliche Lieder und Uwe Abel erzählte eine witzige Geschichte über "Tassen und Kännchen", bei der kaum ein Auge trocken blieb. Als älteste Anwesende geehrt wurde Greta Klaus mit 84 Jahren, sie bekam einen Blumenstrauß, und Wilfried Abel mit 89 Jahren, er bekam einen Geschenkkorb.

Von Sabine Gorenflo