Gärten rund um Weilburg öffnen wieder

Spendenübergabe auf der Terrasse mit Blick auf die Lahn, an deren linkem Ufer sich der Garten befindet (v.l.): Hartmut und Angelika Orendi, Karsten Klenke und Edith Gottwald von "Offene Gärten Oberes Weiltal und Umgebung". Vom 22. Mai bis zum 26. Juni öffnen wieder verschiedene Gärten ihre Pforten für Besucher. Foto: Margit Bach

Die Initiatoren der Aktion "Offene Gärten" machen ab 22. Mai wieder besuche mögliche. Gespendet haben sie nun zudem für den Schutz der Bienen.

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WEILBURG-KIRSCHHOFEN. "Ohne Mampf kein Kampf": Wildbienenfachmann Karsten Klenke weiß, wovon er spricht. Bienen kommt eine große Bedeutung für den Erhalt des Lebens - so wie die Menschen es kennen - zu.

Wenn die Bienen keine passenden Pflanzen finden, dann verhungern sie. Ohne die Insekten wird nichts mehr bestäubt, es können sich keine Früchte entwickeln und dann hat auch der Mensch nichts mehr zu essen. Zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bienen können auch die Hobbygärtner in ihren eigenen Gärten beitragen.

Weil der Mensch Bienen und Pflanzen braucht, stellen die Veranstalter von "Offene Gärten im oberen Weiltal und Umgebung" so gerne ihre unterschiedlichsten Gärten vor, um damit auch die verschiedenen Lebensräume für die Tiere und die Natur aufzuzeigen.

Hartmut und Angelika Orendi aus Kirschhofen haben einen wunderbaren, riesigen Garten am Hang zur Lahn. Dort gibt auf 3000 Quadratmetern Fläche verschiedene Gartenparzellen nebeneinander. Rund 150 Weinstöcke erzeugen die Trauben für den eigenen Orendi-Wein.

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Eine Streuobstwiese liefert feinstes Obst, aber auch Gemüse und Blumen gedeihen prächtig in diesen Gärten. "Wir sind alle begeisterte Gärtner, denen der Naturschutzgedanke wichtig ist", sagt Edith Gottwald, eine der Organisatorinnen der "offenen Gärten", die in diesem Jahr am 22. Mai und 26. Juni, jeweils von 11 bis 18 Uhr, wieder zum Besuch einladen.

Und da der Naturschutz bei der Gestaltung und der Pflege der Gärten einen hohen Stellenwert einnimmt, hat sie eine Spende in Höhe von 200 Euro mitgebracht und an Karsten Klenke übergeben. Die 200 Euro sind ein Teil der bei den jüngsten offenen Gärten eingenommenen Eintrittsgelder, unter anderem auch aus dem Garten der Familie Orendi. Allerdings hatte Hartmut Orendi keinen Eintritt genommen, sondern eine Spendenbüchse aufgestellt.

Gartenstammtisch nimmt noch Interessierte auf

Auch in diesem Jahr kann das Refugium wieder besucht werden - wie auch 22 weitere Gärten, für deren Besuch Interessierte sich über die Homepage www.weiltalgaerten.de anmelden können. Die Adressen der Gärten erhalten die Naturliebhaber dann mit dem Kauf einer Eintrittskarte, im Internet veröffentlicht werden die genauen Ortsangaben nicht.

Die Aktion "Offene Gärten", erklärte Edith Gottwald, gehe nicht auf einen Verein zurück. Vielmehr handele es sich um einen Gartenstammtisch, der die "Offenen Gärten" privat organisiert. Interessierte seien jederzeit herzlich willkommen.

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Karsten Klenke freute sich sehr über den Zuschuss für die Arbeit der Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), für die er selbst sehr aktiv ist.

Der Vorsitzende Dieter Stahl habe ihm erzählt, dass der Balkenmäher, mit dem die mehr als 40 Grundstücke im Landkreis von der HGON gepflegt werden, mittlerweile einer teuren Reparatur bedürfe. Dafür kämen die 200 Euro gerade recht; denn das Mähen mit dem Balkenmäher verhindere, dass Kleinlebewesen und Nützlinge mit dem Rasenmäher regelrecht gehäckselt würden. Das Mähen sei so viel naturverträglicher.