Pferdezahnarzt und Polizist

(sago). Die Projektwoche zum Thema "Berufsorientierung" gibt es am Gymnasium Philippinum seit über 20 Jahren. Seit acht Jahren werden die Plakate, die sich mit den Traumberufen...

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WEILBURG-KUBACH. Die Projektwoche zum Thema "Berufsorientierung" gibt es am Gymnasium Philippinum seit über 20 Jahren. Seit acht Jahren werden die Plakate, die sich mit den Traumberufen der Schüler befassen und prämiert wurden, öffentlich vorgestellt. Zu sehen sind sie in den Räumen der Kreissparkasse Weilburg in Kubach.

"Das Projekt ist Teil eines umfangreichen Gesamtkonzeptes zur Berufs- und Studienorientierung, das sich von der achten Klasse bis zum Abitur erstreckt", sagte Lehrer Eike Kehr. In der Jahrgangsstufe neun wolle man die Schüler noch nicht auf einen bestimmten Beruf festlegen, sondern ihnen nur erste Einblicke in den beruflichen Alltag und die Anforderungen und Voraussetzungen für bestimmte Berufe vermitteln.

Während der Projektwoche haben die Schüler neben einigen Stunden Berufswahlunterricht die Möglichkeit zur anleitenden Recherche im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. Zudem wurden neun Vertreter unterschiedlicher Berufe, die von den Schülern gewünscht wurden, an die Schule eingeladen. Darunter waren ein Chirurg, ein Rechtsanwalt, ein Journalist und eine Architektin.

"Die Ergebnisse dieser Woche wurden von den Schülern in Form von Plakaten zusammen gefasst, auf denen jeder Schüler einen Traumberuf in all seinen Facetten darstellen sollte. Es sollten der Tätigkeitsbereich, die Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Gehalt und Voraussetzungen angegeben werden", sagte Kehr.

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Belohnung für besonders informative Plakate

Die ausführlichsten Plakate sind die von Milas Gräb, dem einzigen 15-Jährigen, der gerne Polizist im gehobenen Dienst werden möchte. Der zweite Platz ging an Anika Lommel, die Chirurgin werden möchte, und der dritte Platz an Cora Mönig, die mit dem Beruf Journalistin/Modejournalistin liebäugelt. Die anderen 15-jährigen Mädchen spielen mit dem Gedanken, Richterin, Rechtsanwältin, Erzieherin, Grundschullehrerin oder Lektorin zu werden. Auch originelle Berufswünsche sind darunter, wie Pferdezahnarzt oder Stand-up-Comedian. "Ich bin begeistert von der Gestaltung der Plakate", sagte Fachbereichsleiter Thorsten Rohde, in Vertretung von Schulleiter Stefan Ketter.

Die Ausstellung ist bis 2. Dezember zu den Öffnungszeiten der Sparkassenfiliale in Kubach zu sehen.