Uniklinik Gießen arbeit mit Krankenhaus Weilburg zusammen

Christian Müller (links) und Jens Brade (rechts), Chefärzte Orthopädie Kreiskrankenhaus Weilburg mit Matthias Mülke, Arzt in Weiterbildung, Universitätsklinikum (UKGM). © Krankenhaus

In Weilburg werden in den nächsten Monaten Ärzte der Uniklinik in Gießen einen Teil ihrer Fachartzausbildung absoliveren.

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WEILBURG. Das Universitätsklinikum Gießen und das Kreiskrankenhaus Weilburg kooperieren bei Facharztausbildung. Die Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), Standort Gießen, kooperiert hierfür ab Januar 2023 mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg. Jeweils im Turnus von sechs Monaten kommen Ärzte von der Gießener Uniklinik, um einen Teil ihrer Facharztausbildung in Weilburg zu absolvieren. "Das Universitätsklinikum Gießen (UKGM) ist mit dem Anliegen an uns herangetreten, Weiterbildungszeiten hier im Haus zu ermöglichen. Die Kooperation startete zum ersten Januar", erklärt Norman Knortz, Mitglied der Krankenhausleitung in Weilburg. "Wir sind stolz, dass das UKGM auf unsere Orthopädie setzt, um die künftigen Fachärzte auszubilden. Unsere Chefärzte Jens Brade und Christian Müller haben großes Potential, um die jungen Kolleginnen und Kollegen dabei zu unterstützen und ihre Expertise auszubauen. Matthias Mülke ist der erste Arzt, der sechs Monate seiner Weiterbildungszeit in unserer Orthopädie verbringt."

Professor Christian Heiß, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und

Wiederherstellungschirurgie am UKGM Gießen, fördert diese Kooperation in der Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie: "Die jungen Ärzte/Ärztinnen in Weiterbildung zum Facharzt erhalten auf die Weise eine basisnahe sowie breitgefächerte Ausbildung und erlangen dadurch einen anderen Blickwinkel auf das Fachgebiet außerhalb der universitären Medizin."

In Deutschland arbeiten ungefähr 400.000 Ärzte mit einem Facharzttitel. Für diesen Titel haben die Ärzte nach ihrem Medizinstudium ihre Facharztausbildung in einer bestimmten medizinischen Fachrichtung absolviert. Fast 50 Fachrichtungen stehen zur Auswahl. Die Facharztausbildung Orthopädie und Unfallchirurgie ist vergleichsweise neu. Ihr Behandlungsspektrum reicht von der konservativen Orthopädie über die Endoprothetik und Versorgung von Frakturen bis hin zum Polytrauma. Um Orthopäde oder Unfallchirurg zu werden, müssen Ärzte eine Facharztausbildung absolvieren, die in Vollzeit insgesamt 72 Monate beträgt. Es dauert also mindestens sechs Jahre, bis sie ihren Facharzttitel erlangen. In dieser Weiterbildungszeit wird der Löwenanteil - mit 48 Monaten - in der Orthopädie und Unfallchirurgie abgeleistet.