Zu Fuß und per Rad besser unterwegs

Erarbeiten Pläne für eine bessere Nahmobilität (v.l.): Bürgermeister Dr. Frank Schmidt, Antje Janßen, Klimaschutzmanagerin Verena Njissen, Jule Engelmann, Lars Wittmaack von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer.  Foto: Kreisverwaltung

Wie kann man den Umstieg vom Auto aufs Rad attraktiver machen. Darum geht es unter anderem beim Mobilitäts-Check des Landkreises Limburg-Weilburg.

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. Limburg-Weilburg (red). Was ist nötig, um die Nahmobilität im Landkreis Limburg-Weilburg zukunftsfähig aufzustellen? Darum geht es bei dem vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen zu 70 Prozent geförderten Nahmobilitäts-Check im Landkreis. Ziel ist ein vom Land zertifiziertes Planungsverfahren zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs.

Nahmobilitätsplan fasst Aktionen zusammen

Begleitet durch die Planungsbüros plan:mobil und LK Argus aus Kassel wurden unter Leitung des Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer in zwei Workshops mit Verbänden, politischen Vertretern, Fridays for Future sowie Mitarbeitern der Verwaltungen Zielsetzungen und Maßnahmen erarbeitet. Sie sollen anschließend in einen Nahmobilitätsplan zusammengefasst werden.

Der zweite Workshop fand jetzt unter Beachtung der coronabedingten Hygieneauflagen in Löhnberg statt. In zwei Stunden erarbeiteten die Teilnehmer Vorschläge für eine bessere Verknüpfung zwischen Radverkehr und dem ÖPNV an Bahnhöfen und Schnellbushaltestellen, für den Bau von Radwegen zu Gewerbegebieten sowie für die Verbindung Hadamar-Elz-Limburg als Alltagsroute für Arbeits-, Schul- und Einkaufsverkehr. Zusätzlich wurde die Priorisierung einzelner Ansätze diskutiert.

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"Diese drei Planungsräume stehen modellhaft für den gesamten Landkreis", sagte Sauer. Die dort erarbeiteten Ergebnisse seien die Basis für das Gesamtkonzept und dessen Förderung. Gemeinsam wolle man das Angebot für mehr Radverkehr und Nahmobilität im Landkreis verbessern und damit auch einen Beitrag zu Klimaschutz und Luftreinhaltung leisten. Um die Bürger zu einem Umstieg vom Pkw auf andere Mobilitätsformen zu begeistern, benötige man neben einer gut ausgebauten Infrastruktur auch Maßnahmen, die das Angebot sichtbar machten, stellte die Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Verena Nijssen, fest. In den nächsten Wochen werden die Ergebnisse aus dem Workshop aufgearbeitet und der Entwurf für einen Nahmobilitätsplan erstellt, der nach der Sommerpause in die politischen Gremien des Landkreises eingebracht werden soll. Mit dem politischen Beschluss kann der Plan in die nächste Umsetzungsphase starten.