Besucher aus Ghana erkunden die Region

Sie haben zwei Wochen lang die Region erkundet: Auf Einladung des Dekanats an der Lahn sind die Gäste aus Ghana nach Deutschland gekommen. Foto: Kirchengemeinde

Der erste Stopp ist die Kirchengemeinde Wolfenhausen-Haintchen gewesen. Von dort aus wurde die Region erkundet und Kontakt geknüpft.

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WEILMÜNSTER-WOLFENHAUSEN. Weilmünster-Wolfenhausen (red). Besuch aus Afrika im Evangelischen Dekanat an der Lahn: Acht Gäste aus der Partnerkirche, der Presbyterian Church of Ghana, waren einer Einladung aus dem Jahr 2020 gefolgt. Das Coronavirus und der nachfolgende Lockdown hatten den Besuch damals undurchführbar gemacht - nun beschloss die Dekanatssynode im Mai, den Ghana-Besuch für den Herbst 2022 einzuladen. Der Partnerschaftsausschuss des Dekanats an der Lahn hatte seit Oktober letzten Jahres ein vielfältiges Besuchs-Programm erarbeitet.

Propst Benson mit Ehefrau Faustina, Stellvertreterin Betty, Pfarrer Samuel, Joseph Darko von der Universität Knust/Kumasi, Predigerin Agnes, Katechet Joseph und Dennis, der Vorsitzende der Jugendarbeit waren vom Flughafen Frankfurt direkt in die Kirchengemeinde Wolfenhausen-Haintchen gekommen.

Hier gab es am Abend ein gemeinsames Abendbrot mit dem Kirchenvorstand. Danach waren sie und die Gemeindeglieder von nah und fern zu einem Begrüßungsgottesdienst in die evangelische Kirche eingeladen. Der Posaunenchor des Dekanats an der Lahn unter der Leitung von Martin Buschmann gab mit seiner Musik einen feierlichen Rahmen. Mit Wünschen für eine erlebnisreiche Zeit mit vielen Begegnungen und mit einem Reisesegen von Pfarrerin Bettina Bender wurden die Ghanaer in ihren zweiwöchigen Deutschlandaufenthalt geschickt. Beim offiziellen Empfang im Dekanat begrüßte die Leitung und im Besonderen die Pröpstin für Nord Nassau Sabine Bertram-Schäfer die Gäste. Es wurden Gastgeschenke überreicht.

In Langenbach wird die Dorfkirche besucht

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Die erste Woche wohnte die Besuchergruppe in Weilburg. Die Afrikaner erlebten ein Friedensgebet in der Schlosskirche und eine Gospelchorprobe mit Dekanatsmusikerin Doris Hagel.

Beeindruckt waren die Gäste bei der Besichtigung des Weilburger Schlosses von seiner langjährigen Geschichte. Im Regen bewunderten sie Hirsche, Bären, Biber und Elche im Weilburger Tierpark. Der Besuch in der Odersbacher Frauenhilfe mit Andacht von Pfarrerin Cornelia Stock und Einladung zum Kaffeetrinken war ein herzliches Miteinander mit den Frauen mit vielen Gesprächen und Fotos. Die Sprachbarrieren waren schnell überwunden. Kirchengemeinden der Gemeinde Weilmünstern luden die Gäste zum Abendessen ein.

In Langenbach besuchten wir die kleine Dorfkirche. Einzelne erstiegen auch den Kirchturm. Anschließende saßen wir bei einem typisch deutschen Abendessen mit Brot, Wurst und Käse, aber auch Lachs und Kartoffelsalat mit Würstchen im Pfarrgarten. In der zweiten Woche waren die Ghanaer zwei Tage in Hadamar und die restliche Zeit im Priesterseminar untergebracht. Das Besucherprogramm führte sie unter anderem nach Hadamar zu den Stolpersteinen, zur Synagoge und zur Gedenkstätte. Sie besuchten die Marienschule, die Diakonie, Konfirmandengruppen, den Friedhof in Limburg und ein Bestattungsinstitut. Ein besonderer Höhepunkt war eine Fahrt an den Rhein. Der Abschiedsabend fand bei Margit Bach in der Scheune mit dem blauen Dach statt. Zum Abschluss hatte das Ehepaar Schäfer den Afrikabesuch und die Mitglieder des Ghana-Ausschusses zu einem Abendessen an einer großen Tischtafel nach Weilmünster eingeladen.