Blasorchester beeindruckt Publikum in Laubuseschbach

Das Blasorchester Laubuseschbach bei seinem ersten großen Konzert nach der Corona-Zwangspause. Foto: Margit Bach

Von Polka bis Punkrock: Das breite Repertoire des Blasorchesters der Chor- und Musikgemeinschaft "Frohsinn-Eintracht" Laubuseschbach begeistert bei seinem Jahreskonzert.

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WEILMÜNSTER. Am Tag der Deutschen Einheit hat das Blasorchester der Chor- und Musikgemeinschaft "Frohsinn-Eintracht" Laubuseschbach sein Jahreskonzert im Bürgerhaus Weilmünster gegeben. Unter der Leitung von Edgar Sterkel und mit der passenden Moderation von Raphael Bubolz servierten die Musiker nach zweijähriger Corona-Pause ihrem Publikum endlich wieder einen abwechslungsreichen Reigen musikalischer Leckerbissen.

Mit dem Mussinan-Marsch wurde das Programm festlich eröffnet. Bei der Nationalhymne und der Europahymne standen alle Gäste auf und gedachten des Tags der deutschen Einheit. Es folgten drei Stücke traditionelle Blasmusik mit der "Wachtel Polka" als Einstieg. Dann fragte der Moderator: "Wer könnte die Musik von Ernst Mosch, dem König der Blasmusik, besser singen als der König des konzentrierten Weizenbiers, Jochen Beer?" Und dieser sang sehr schön das Lied "Ho-a-hu", dem die "Feinschmecker Polka" folgte.

Bilderpräsentation untermalt die Titel

Jens Anderlitschka hatte zusammen mit Pressewartin Rebekka Bausch eine bunte Bilderpräsentation erarbeitet, die die einzelnen Musiktitel mit passenden Motiven auf einer Leinwand untermalte. Es folgte das "Concerto d'amore" des niederländischen Komponisten Jakob de Haan, und dann spielte das Orchester drei Titel traditioneller Blasmusik: "Südböhmische Polka", "Weinkeller Polka" und den durch Peter Alexander bekannt gewordenen Klassiker "Aus Böhmen kommt die Musik", bei dem Jochen Beer zusammen mit Patrick Fischer im Duett sang. Ganz wunderbar war auch der Vortrag des Kaiser Walzers Op. 437 von Johann Strauss Sohn, der für die Eröffnung des Berliner Konzertsaals "Königsbau" am 19. Oktober 1889 komponiert worden war.

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Nach der Pause folgte der zweite Konzertteil mit überwiegend alten Schlagern, bei denen die Zuhörer innerlich wieder jung werden konnten. Beim Punkrock-Stück "Basket Case" spielte Patrick Fischer das Schlagzeug und sang parallel dazu den rockigen Text. Es folgte "Viva la Vida" von Coldplay - "Lebe das Leben", ein kraftvoller, pulsierender und lebensbejahender Pop-Rock-Song. Bei "Hold me Now" von Johnny Logan spielte Dennis Koppel ein gelungenes Solo am Flügelhorn. "Sweet Caroline" von Neil Diamond kam recht softrockig im Arrangement von Edgar Sterkel daher. Gut kam auch das Connie-Francis-Medley an mit "Paradiso", "Die Liebe ist ein seltsames Spiel", "Barcarole in der Nacht" und "Schöner fremder Mann".

Schlager sorgen für Stimmung

"Nur die Liebe lässt uns leben", war 1972 der deutsche Beitrag zum Eurovision Song Contest, Mary Roos landete mit dieser Schlager-Ballade auf Platz drei. Vom Marianne Rosenberg erklang "Er gehört zu mir" und weitere Schlager aus der Zeit der Hitparade, der Schlaghosen und der besten Zeit des "U-Boots" in Laubuseschbach.

Erinnerungen an vergangene Zeiten

All das weckte Erinnerungen an vergangenen Zeiten - auch weil es passende Bilder dazu zu sehen gab. Bei dem royalen Marsch "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar, der für Prunk und Pomp steht, wurde an die verstorbene Queen Elisabeth II erinnert. Ein besonderer Höhepunkt bildete der Auftritt von Patrick Fischer, der in einen weißen Bademantel gekleidet mit den Udo Jürgens-Ohrwürmern "17 Jahr, blondes Haar", "Mit 66 Jahren", "Aber bitte mit Sahne", "Merci Cheri", "Griechischer Wein" und "Das ehrenwerte Haus" begeisterte.

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Dirigent Edgar Sterkel spielte bei "My way" von Frank Sinatra ein Trompetensolo. Es folgte frenetischer Applaus. Erst nach weiteren Zugaben - wie dem "Can Can" von Jacques Offenbach etwa - endete das schöne Konzert.

Zum Schluss wurde auf das Benefizkonzert zugunsten der Weilburger Tafel hingewiesen, das am 15. Dezember um 19.30 Uhr in der Weilburger Schlosskirche beginnt.