Ex-Kreisschützenmeister und seine Frau feiern

Rosemarie und Helmut Lein mit einem Teil der großen Eisenbahnanlage. Das Paar feiert diamantene Hochzeit. Foto: Margit Bach

Rosemarie und Helmut Lein aus Weilmünster sind seit 60 Jahren verheiratet. Ihre Liebe hat bei einem Volksfest begonnen.

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WEILMÜNSTER-ERNSTHAUSEN. Rosemarie und Helmut Lein aus Weilmünster feiern am Mittwoch, 27. April, ihre diamantene Hochzeit. Gratulanten sind ab elf Uhr im Festzelt vor dem Haus willkommen.

Helmut Lein ist vor allem den Sportschützen kein Unbekannter, war er doch lange Jahre Kreisschützenmeisters Wetzlar mit 38 Vereinen und 4500 Mitgliedern sowie Gauvorsitzender Lahn-Dill mit 94 Vereinen und 12 000 Mitgliedern. Er ist noch aktiver Schütze in den Vereinen Leun und Stockhausen. Auch Ehefrau Rosemarie hat an etlichen Wettkämpfen teilgenommen und schon so manchen Preis gewonnen.

Rosemarie Lein wurde am 6. Januar 1944 als eines von fünf Kindern im damals ostpreußischen Königsberg geboren. Als Zweijährige flüchtete sie mit der Mutter und der Oma sowie den Geschwistern. Sie gelangte 1946 nach Weilmünster. Der Vater kam 1946 aus dem Krieg zurück und fand seine Familie im Marktflecken wieder. Rosemarie erlernte den Beruf der Verkäuferin im Weilburger Lebensmittelgeschäft Schütz. Helmut Lein erblickte am 8. Januar 1940 in Brüx im Sudentenland als einer von zwei Brüdern das Licht der Welt. Die Mutter flüchtete mit ihren beiden Kindern und der Oma 1946 und kam nach Ernsthausen, wohin der Vater 1947 aus englischer Gefangenschaft folgte. Die Familie baute ein Haus in Ernsthausen.

Bei der Weilmünsterer Kirmes 1960 funkte es bei Rosemarie und Helmut - und zwei Jahre später, am 27. April 1962, trat das junge Paar vor den Traualtar. Sohn Manfred wurde noch im selben Jahr geboren, Tochter Andrea folgte 1964 und Sohn Dieter 1965. Er starb bereits 2002 an einer schweren Krankheit. Heute freuen sich Rosemarie und Helmut Lein über vier Enkel und drei Urenkel. Ein viertes Urenkelchen ist unterwegs.

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Helmut Lein hatte bei der Bundesbahn in Weilmünster gelernt und ging 2000 als Zentralfahrdienstleiter in Limburg in Rente. Aber so ganz ohne Eisenbahn geht es nicht: Neben dem Hobby als Sportschütze baut Helmut Lein mit Leidenschaft immer wieder an einer gut zwölf Quadratmeter großen Modelleisenbahn weiter.

Die Leins sind Mitglied in etlichen Ernsthäuser Ortsvereinen.