Feuerwehr Esserhausen: Defibrillator für Einsatzfahrzeug

Die Einsatzkräfte Oliver Erbe und Lea Dimanski bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit AED. Ein solches Gerät erhöht die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich. Foto: Freiwillige Feuerwehr Essershausen

Die Freiwillige Feuerwehr Esserhausen ist stolz, dass das Einsatzfahrzeug nun über einen Defibrillator verfügt. Dieser kann Menschenleben retten.

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WEILMÜNSTER-ESSERSHAUSEN. Weilmünster-Essershausen (red). Jährlich erleiden mehr als 60.000 Personen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand - und nur etwa zehn Prozent überleben. Die unverzügliche Einleitung von Wiederbelebungsmaßnahmen kann die Überlebenschance verdoppeln bis verdreifachen. Zusätzlich erhöht der Einsatz eines "Automatischen Externen Defibrillators" (AED) diese noch einmal deutlich.

Breite Unterstützung für die Idee

Mit dieser Information startete der Vorstand des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Essershausen einen Spendenaufruf bei Unternehmern vor Ort. Denn er hat die Idee, die Ausstattung des Einsatzfahrzeugs um einen so wichtigen potenziellen Lebensretter zu ergänzen. Viele der Angesprochenen waren sofort bereit, diese Idee zu unterstützen.

Im Beisein der Spender, des Bürgermeisters Mario Koschel (parteilos), des Gemeindebrandinspektors Thorsten Pfeiffer sowie des leitenden Notarztes Benjamin Neeb, wurde der AED nun im Rahmen eines "Erste-Hilfe-Lehrgangs an die Einsatzabteilung der Feuerwehr übergeben.

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Nach der Einweisung der Einsatzkräfte auf das Gerät und der anschließenden Anwendungsüberprüfung unter Aufsicht des Notarztes Benjamin Neeb wurde der AED-3100 offiziell in Dienst gestellt.

Wehrführer Andreas Mickert bedankte sich bei den großzügigen Spendern, bei Benjamin Neeb für die fachärztliche Betreuung des Projekts sowie bei seinem Stellvertreter Fabian Sachs für die Idee und organisatorische Umsetzung. Sein Dank ging auch an die Vertreter des Herstellers, die das Projekt durch einen Vorzugspreis überhaupt erst realisierbar gemacht hatten. Er sei stolz, als erste Feuerwehr des Marktfleckens Weilmünster, und als eine von sehr wenigen im gesamten Landkreis Limburg-Weilburg, ab sofort einen AED an Bord zu haben. Es gäbe ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit, im Bedarfsfall auf diesen Lebensretter zurückgreifen zu können, wenngleich man ihn hoffentlich nie brauchen werde.

Notarzt hofft auf mehr solcher Geräte

Notarzt Benjamin Neeb wünschte sich mehr solcher Geräte bei den Feuerwehren. Diese könnten helfen, die aktuell sehr angespannte Lage der rettungsdienstlichen Versorgung der Bürger zu unterstützen.

Auch Bürgermeister Mario Koschel und Gemeindebrandinspektor Thorsten Pfeiffer bedankten sich bei den Spendern und lobten die Initiative als Vorbild für die Zusammenarbeit zwischen Verein, Spendern und der Gemeinde zum Wohle der Bürger.