Kirchenbesucher in Wolfenhausen lernen afrikanische...

Die Musikgruppe "Spielraum" begeistert die Gottesdienstbesucher in Wolfenhausen.  Foto: Bettina Bender

Anlässlich des Partnerschaftssonntags mit der afrikanischen Gemeinde in Kumsi (Ghana) ist die Gruppe "Spielraum" zu Gast in der Wolfenhäuser Kirche gewesen und hat die...

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WEILMÜNSTER-WOLFENHAUSEN. Weilmünster-Wolfenhausen (red). Anlässlich des Partnerschaftssonntags mit der Partnerkirchengemeinde in Kumsi (Ghana) hatte die evangelische Kirchengemeinde Wolfenhausen zu einem Konzert eingeladen.

Am Morgen hatte es einen Gottesdienst mit Grußwort von Propst Benson Katankah und afrikanischen Elementen gegeben. Am Abend war dann die Musikgruppe "Spielraum" in der Kirche zu Gast, die mit Instrumenten aus aller Welt kam. Das erste Musikstück war eine Trommelsession mit drei Trommeln, die gut zum geschmückten, afrikanischen Flair in der Kirche passte.

Nach dem voluminösen Auftakt stimmte das Quartett leisere Töne an. Tonangebend waren die zwei "Handpans" (zu deutsch: Handpfannen), die in ihrer Form an ein Ufo erinnern.

Handpans lassen 24 Töne erklingen

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Sie besteht aus zwei miteinander verbundenen Schalen. Die obere Schale hat verschieden große Klangfelder, die mit Daumen und Fingern gespielt werden. Die untere Schale dient als Resonanzkörper. Handpans besitzen zwischen fünf und 24 Tönen.

Ein anderes Musikstück entstand auf einem großen Bambusxylophon aus Indonesien. Gespannt war die Zuhörerschaft auf die Bespielbarkeit eines riesigen holzkastenförmigen Instruments, das im Altarraum stand. Ein Bandmitglied erklärte, dass er dieses Instrument mit seinem Sohn nach einem Bild von Hieronymus Bosch "Im Garten der Lüste" gebaut hätte, auf dem dieses Instrument zu sehen sei. Sein Instrument nennt er "Lyra Hieronymus". Es ist ein Saiteninstrument, dessen Saiten gezupft oder angeschlagen werden können und damit einen meditativen, sphärischen Klang erzeugen.

"Spielraum" begeisterte die Zuhörer in der Wolfenhäuser Kirche mit ihrer melodiösen Musik und den außergewöhnlichen Instrumenten, so auch die zwölfsaitige Spießlaute aus Mali mit Namen "Ngoni", deren zarte Töne harfengleich den Kirchenraum erfüllten.

Zum Einsatz kam auch eine Sansula - eine Weiterentwicklung eines afrikanischen Daumenklaviers. Mehrere Lamellen sind auf einem Resonanzkörper befestigt und werden mit den Fingern gezupft. Ihr Klang bewirkte eine entspannende Wirkung auf die Zuhörer.