Verein 'Dorfjugend Wolfenhausen' gründet sich

Wollen den Zusammenhalt der Dorfjugend in Wolfenhausen stärken: (von links) Annabelle Messinger, Andree Messinger, Ida Lüttecke und Gabi Messinger.  Foto: Agathe Markiewicz

Junge Frauen und Männer wollen anderen jungen Menschen einen Ort für gemeinsame Freizeitaktivitäten anbieten. Zur Vereinsgründung sind alle am Mittwoch ins Bürgerhaus eingeladen.

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WEILMÜNSTER-WOLFENHAUSEN. Weilmünster-WolfenhausenPlätzchen backen, Schlitten fahren, Wintergrillen und Spieleabende: Jugendliche aus Wolfenhausen wünschen sich einen Ort, an dem sie sich treffen und Zeit zusammen verbringen können. Um ihre Pläne zeitnah verwirklichen zu können, gründet sich am heutigen Mittwoch der Verein "Dorfjugend Wolfenhausen".

"Wir möchten den Zusammenhalt der Jugendlichen in unserem Ort stärken", beschreibt die 18-jährige Ida Lüttecke. "So sind wir auf die Idee gekommen, einen Verein zu gründen."

Gabi Messinger lebt seit 38 Jahren in Wolfenhausen. Ihre Tochter Annabelle ist 16 Jahre alt. "Es gibt hier leider keine Möglichkeit für Jugendliche, sich zu treffen" findet Gabi Messinger. "Die Zeil wird als zentraler Punkt angesehen, aber der Platz ist nicht optimal." Sie als Mutter würde sich bereit erklären, eine der Vorstandsposten des neuen Vereins zu übernehmen. Somit könne sie den zum Teil noch nicht volljährigen Jugendlichen eine Stimme geben.

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Bereits im Mai habe sie sich an den Ortsvorsteher Dietmar Blasius gewandt und ihn mit ihrem Anliegen konfrontiert. "Er hat sich über den Vorschlag gefreut, etwas für die Jugendlichen zu machen, und sich auch direkt dafür eingesetzt", berichtet die Wolfenhäuserin. Zusammen mit Verantwortlichen aus Weilmünster, unter anderem dem Bürgermeister Mario Koschel (parteilos) und dem Jugendpfleger Daniel Valley, habe man geschaut, wo es einen geeigneten Raum geben könnte. "Wir haben uns auch andere Jugendräume angesehen", erzählt Ida Lüttecke. "Aber es war schwierig, etwas Passendes zu finden."

Ein Wolfenhäuser wollte sein Privathaus zur Verfügung stellen. "Aber das liegt mitten im Wohngebiet", sagt Gabi Messinger. "Deshalb fanden wir den Vorschlag nicht so gut."

Dann sei die Gruppe auf die Idee gekommen, einen Anbau am Schwimmbad zu verwirklichen. "Dort gibt es einen großen Bereich, der der Gemeinde gehört", erklärt Andree Messinger. "Und eine Schwimmbaderweiterung könnte den Ort aufwerten." So könnten von der Gebäudeerweiterung auch weitere Vereine wie die DLRG profitieren.

Die Idee der Vereinsgründung ist zwar beim Bürgermeister auf offene Ohren gestoßen, wie er auf Anfrage sagt, aber er gibt zu bedenken: "Die Idee mit der Schwimmbaderweiterung ist nicht verkehrt, aber ich fürchte, sie ist nicht umsetzbar. Aber eine Konzeptstudie soll prüfen, ob das funktionieren könnte."

Für die Übergangszeit habe er den Jugendlichen aber angeboten, einen Raum im Bürgerhaus kostenfrei zur Verfügung zu stellen. "Und sie dürfen auch jederzeit den Jugendraum in Laubuseschabch nutzen."

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Da das Interesse bestehe, will die Gruppe darauf aufbauen. Denn in Wolfenhausen leben derzeit etwa 70 Kinder und Jugendliche, hat die Gruppe überschlagen.

Ein freier, lockerer Treffpunkt für Kinder ab zehn Jahren

"Allein in unserer Organisationsgruppe engagieren sich 14 Jugendliche", erzählt Annabelle Messinger. "Und es gibt noch viel mehr Leute, die sich dafür interessieren."

Ida Lüttecke erinnert sich: "Früher hat es einen betreuten Spielenachmittag bei Pfarrerin Bettina Bender gegeben. Er war immer gut besucht."

Um das neue Angebot zum Laufen zu bringen, will die Gruppe anfangs auch unterschiedliche Aktionen anbieten. "Wir wollen zum Beispiel Plätzchen backen und sie dann auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen", zählt Ida Lüttecke auf. "Aber wir planen auch Wintergrillen, Schlitten fahren und regelmäßige Spielenachmittage." Eventuell können sie sich auch Ausflüge vorstellen.

"Aber es sollen nicht nur organisierte Veranstaltungen stattfinden", wirft Gabi Messinger ein. "Hauptsächlich soll es ja ein freier Treffpunkt für Kinder ab zehn Jahren werden." Alles soll ganz locker sein.

"Wir möchten uns als Verein auch in die Gemeinde einbringen", erklärt Annabelle Messinger. "Und auch die älteren Menschen miteinbeziehen." Sie könnten zu den Spielenachmittagen kommen oder auch beim Plätzchen backen mitmachen. "Wir möchten die Generationen verbinden."