Jetzt sind Spielplätze Tabuzonen

aus Coronavirus-Pandemie

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Betreten nicht erwünscht: Spielplätze wie dieser in der Bad Endbacher Heidestraße sind seit Mittwoch gesperrt.  Foto: Regina Tauer

Die Schließung der Spielplätze diene dem Schutz aller, sagt Bad Endbachs Bürgermeister Julian Schweitzer. Er appelliert an alle, sich daran zu halten.

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. Bad Endbach. Rot-weiße Flatterbänder weisen darauf hin: Betreten des Spielplatzes derzeit verboten. Größere Gruppen von Kindern sollen nicht zusammentreffen. Das Verbot trifft seit Mittwoch alle Kinder in Hessen und ist Teil des Strategiepakets, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. "Das dient dem Schutz aller", sagt Bad Endbachs Bürgermeister Julian Schweitzer (SPD) und appelliert dabei auch an die Eltern, sich daran zu halten.

Wenn überhaupt, dann nur kleine Gruppen bilden

Bad Endbach verfüge über genug Wald und Wiesen, wo sich Kinder bei dem schönen Frühlingswetter im Freien aufhalten könnten. "Im kleinen Kreis, am besten ist es, wenn nur Geschwisterkinder zusammen spielen", so Schweitzer. Möglichst kleine Gruppen bilden, das ist auch der Grund, warum an allen sechs Kindergärten in Bad Endbach eine Notbetreuungsgruppe existiert. Insgesamt 16 Eltern, die in Berufen arbeiten, in denen sie unabkömmlich sind, nehmen das Angebot in Anspruch. Zwei bis drei Kinder umfassen die Minigruppen in den Kitas. Das Rathaus ist für den Publikumsverkehr geschlossen, es gibt aber vermehrt Anfragen per Telefon und E-Mail. "Das Verständnis der Bürger sei groß", so Schweitzer. Vieles lasse sich einfach regeln. Dinge, wie etwa die Windelsäcke für Kinder bis zum zweiten Lebensjahr, würden nicht mehr persönlich abgeholt, sondern per Post verschickt. Gewerbetreibende und Gastronomen haben Fragen zu der Verordnung, die in das regionale Wirtschaftsleben eingreifen. Einige Gaststätten haben ganz geschlossen, andere steigen auf einen Liefer- und Abholservice um. Schweitzer bittet die Bad Endbacher Bürger darum, diesen - wenn möglich - zu nutzen, um den Unternehmen, die um ihre Existenz bangen, in der schwierigen Zeit zu helfen. Nicht alle Geschäfte dürfen noch geöffnet sein. Kleidung oder Schuhe sollte man jetzt nicht, so Schweitzers Appel, im Internet bestellen.

Besser sei es, den Kauf aufzuschieben, bis die heimischen Läden wieder für ihre Kunden da sein könnten. Auch Handwerker sollten ihre Aufträge bekommen. "Wir werden in der Coronakrise lernen, wie wertvoll, unsere regionalen, lokalen Strukturen sind", ist Schweitzer überzeugt.

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Zusammenhalt wird großgeschrieben

Zusammenhalt wird groß geschrieben. Beim Projekt "Miteinander-Füreinander" gingen Anfragen von Bürgern ein, die helfen wollen - etwa, indem sie den Einkauf für andere übernehmen. "Wir stellen unsere Ressourcen wie den Bürgerbus zur Verfügung", sagt Schweitzer. Noch gebe es aber keine Hilferufe. Vieles werde in dieser Hinsicht in den Ortsteilen durch die Vereine abgedeckt, weiß Schweitzer aus Gesprächen mit den Ortsvorstehern. Das Miteinander auf dem Dorf erweist sich hier als Trumpfkarte.