600 Mountainbiker an der Sackpfeife

Die Rennstrecke verläuft parallel zu Waldwegen, wie hier unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Turms.  Foto: Fred Lettermann

Am 15. und 16. Oktober macht die Rennserie Enduro One in Eifa Station: Die Sportler absolvieren einen 25 Kilometer langen Kurs ab dem Kaiser-Wilhelm-Turm.

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HATZFELD-EIFA. Die Sackpfeife wird am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Oktober, zur Rennstrecke: Die Mountainbike-Serie Enduro One macht in Eifa Station. Erstmals seit 25 Jahren findet damit wieder ein Mountainbike-Wettbewerb im Ort statt. Rund 600 Sportler werden erwartet.

Besucher können sich auf rasante Abfahrten und spannende Wettkämpfe freuen. Es ist das Finale der Wettbewerbsserie, die Sportler kämpfen noch einmal um die besten Plätze.

Der TSV Eifa veranstaltet das Rennen mit Unterstützung aller örtlichen Vereine. Viele erinnern sich noch an die Rennen im 300-Einwohner-Dörfchen, die die Radsportsparte des Vereins bis in die 1990er-Jahre ausrichtete: "Damals gab es jedes Jahr zwei Rennen", sagt Fred Lettermann vom TSV.

Die Enduro-One-Teilnehmer starten in unterschiedlichen Klassements. Start ist am Kaiser-Wilhelm-Turm auf der Sackpfeife, direkt an der Grenze zwischen Hatzfeld und Biedenkopf. Von dort müssen sie sechs Wertungsprüfungen absolvieren, bei denen jeweils die Zeit gestoppt wird. Die Strecke ist insgesamt 25 Kilometer lang und umfasst 1000 Meter.

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Die Trails verlaufen direkt neben bestehenden Wegen. Das macht es für Zuschauer einfach, das Renngeschehen zu verfolgen, die Flächen dafür sind vom Sportplatz und vom Turm aus ausgewiesen. Die Flächen sind überwiegend abgeholzt, die Pfade gab es schon vorher: "Keiner der Wege wurde künstlich angelegt", sagt Fred Lettermann.

Das erleichterte auch die Genehmigungsverfahren. Forst, Untere Naturschutzbehörde und Nabu stimmten zu. Das Ziel befindet sich am Sportplatz, wo auch ein riesiger Campingplatz entsteht, auf dem die Teilnehmer unterkommen. Entlang der Strecke sowie am Sportplatz gibt es Verpflegungsstationen für die Zuschauer.

Mit 600 Teilnehmern sei das Eifaer Enduro-One-Rennen das größte in Deutschland, sagt Fred Lettermann. Zu den verschiedenen Klassen zählen auch E-Bikes, Anfänger, Profis und Kinder. Am Samstag starten um 10 Uhr E-Biker und Kinder, außerdem stehen Training und der Prolog auf dem Programm.

Idee eines "Hatzfeld-Trails" steht im Raum

Am Sonntag beginnt um 9.30 Uhr das Hauptrennen, im Anschluss folgen die Siegerehrungen.

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Für Fred Lettermann ist es denkbar, dass die Strecken Teil eines "Hatzfeld-Trails" werden, die alle Ortsteile miteinander verbinden. Etwas Vergleichbares wäre auch für Biedenkopf und Bad Laasphe möglich, sagt Lettermann - Radtouristen könnten mehrere Tage in der Region verbringen, die Strecken abfahren und dabei entscheiden, ob sie die schmalen Trails oder die daneben verlaufenden einfacher zu befahrenden Waldwege nutzen. Ob aus dieser Idee mehr wird, soll sich in weiteren Gesprächen zeigen.

Dabei spiele auch der Naturschutz eine Rolle, betont Fred Lettermann. "Der Grundgedanke ist, mit naturnahen Trails die Erhaltung des Landschaftsbildes zu gewährleisten und damit eine optimale Verbindung aller Interessen zwischen Radsport und Natur sowie allen betroffenen Parteien wie Jagd- und Forstverbände, Nabu und Wanderer zu schaffen."