„Momente der Arbeit“ als Zeitzeugnis

Beim Unkrautjäten auf den Feldern waren in den Jahren des Ersten Weltkrieges vorrangig Frauen im Einsatz. Dieses Foto zeigt Frauen und einen Mann aus dem Breidenbacher Grund auf einem Feld im Marburger Land. Foto: Hinterlandmuseum/Sammlung Erwin Schneider

Historische Aufnahmen zu Arbeitssituationen in der heimischen Industrie und Landwirtschaft stellt das Hinterlandmuseum aus. Die Fotos stammen aus der Sammlung von Erwin Schneider.

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BIEDENKOPF. (red). Ab Mittwoch, 28. September, ist im Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf die Sonderausstellung „Momente der Arbeit“ zu sehen. Das Museum zeigt eine Auswahl an Fotografien von Erwin Schneider (1929–2016). Dessen Sammlung umfasst neben eigenen Aufnahmen auch großformatige Reproduktionen historischer Fotos von Industrie, Landwirtschaft und Arbeitswelt in Schwarz-weiß.

Beim Unkrautjäten auf den Feldern waren in den Jahren des Ersten Weltkrieges vorrangig Frauen im Einsatz. Dieses Foto zeigt Frauen und einen Mann aus dem Breidenbacher Grund auf einem Feld im Marburger Land. Foto: Hinterlandmuseum/Sammlung Erwin Schneider
Hier zu sehen ist die Schmiede von Karl Debus in Wallau aus der Zeit um 1930. Familienangehörige und Mitarbeiter präsentieren dem Fotografen ihre Arbeitsgeräte. Foto: Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf, Sammlung Erwin Schneider

Die in der Ausstellung gezeigten Fotos wurden im Hinterland oder in angrenzenden Gebieten aufgenommen. Die Fotoauswahl der Ausstellung richtet den Fokus auf die Bedeutung der Arbeit für den Einzelnen als Lebensaufgabe, die auch verbindet und Gemeinschaft stiftet.

Zugleich wird deutlich, dass Männer und Frauen mit ihrer Arbeit in gleichem Maße für den Lebensunterhalt sorgten. Waren die Männer oft hauptberuflich in Industrie und Handwerk tätig, so führten die Frauen den Haushalt und packten in der Landwirtschaft mit an. Besonders, wenn sich der Ehemann als Wanderarbeiter verdingte. Kinder verbrachten den Tag oft am Arbeitsplatz der Eltern und mussten wie die Erwachsenen körperlich hart arbeiten.

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Das Hinterlandmuseum bietet die neue Sonderausstellung thematisch passend zur offiziellen Eröffnung der Route der Arbeits- und Industriekultur im Landkreis an. Die Route wird bereits am 24. September eröffnet. Das Museum ist ein „Ankerpunkt“ der Route.

Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 20. November zu sehen. Erwachsene zahlen 2,50 Euro Eintritt, Kinder von vier bis 14 Jahren 1,30 Euro.