CDU will wissen: Wer hat Schilder für Radfahrer aufgestellt?

Dautphetal verfügt über ein gut ausgebautes Radwegenetz: Während der Ferienspiele im Sommer waren die jungen Teilnehmer mit dem Radsportverein Buchenau und der Lebenshilfe auf Fahrrädern unterwegs.  Archivfoto: Gemeinde Dautphetal

Mit dem Radwegenetz und mit Gewerbeflächen in Dautphetal beschäftigen sich Anfragen der Fraktion der Christdemokraten im Gemeindeparlament.

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. DAUTPHETAL-DAUTPHE. Mit Gewerbeflächen in der Gemarkung, aber auch mit den dortigen Radwegen beschäftigten sich aktuelle Anfragen der CDU-Fraktion in der Dautphetaler Gemeindevertretung. Um deren Sitzung am Montag wegen der Corona-Pandemie so kurz wie möglich zu halten, beantwortete der Gemeindevorstand sie schriftlich.

Da die Gemeinde in den vergangenen Monaten einige Gewerbeflächen in der neuen Mitte und auf der Carlshütte verkauft habe, sehen die Christdemokraten einen Anlass, nach weiteren unbebauten Gewerbeflächen in Dautphetal zu fragen. "In verschiedenen Ortsteilen gibt es noch in gewissem Umfang Gewerbeflächen im Umfeld der jeweils dort ansässigen Betriebe und in deren Eigentum", führt der Gemeindevorstand aus.

Flächennutzungsplan weist Gewerbebereiche aus

Konkret nennt er eine etwa 4,3 Hektar große Fläche in Privateigentum und eine etwa 1,6 Hektar große Fläche, die der Kommune gehört, für die derzeit der Vertrag für eine Verpachtung erarbeitet werde.

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"In Dautphe und Friedensdorf gibt es noch zwei kleinere Gewerbeflächen im Eigentum der Gemeinde", heißt es in der Antwort weiter, "in Mornshausen rund 1,5 Hektar im Eigentum der Gemeinde."

"Gibt es seitens der Verwaltung Planungen zu Neuausweisungen oder Erweiterung von bestehenden Flächen?", lautet eine ergänzende Frage der CDU-Fraktion zum gleichen Thema. Für den Ortsteil Holzhausen laufe ein Bauleitplanverfahren zur Ausweisung eines Gewerbegebiets von etwa 3,5 Hektar Größe, teilt der Gemeindevorstand mit. 3,2 Hektar davon seien Eigentum der Gemeinde, wegen der Restfläche liefen derzeit Grundstücksverhandlungen.

"Der aktuell gültige Flächennutzungsplan der Gemeinde weist darüber hinaus zukünftige Gewerbeflächen in den Ortsteilen Allendorf, Buchenau (Carlshütte), Dautphe, Hommertshausen und Silberg aus", listet der Gemeindevorstand auf. "Diese Flächen befinden sich überwiegend nicht im Eigentum der Gemeinde."

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans werde aktuell auf den Weg gebracht.

Auch das Radwegenetz in Dautphetal beschäftigt die Fraktion der Christdemokraten im Gemeindeparlament: Teile davon wurden mit einer Beschilderung versehen - und die Dautphetaler CDU will wissen, wer das Aufstellen der Schilder in Auftrag gegeben habe. Eine Frage, die der Gemeindevorstand schnell beantworten kann: Verantwortlich zeichne der Kreis. "Der Gemeindevorstand hat in seiner Sitzung vom 5. Oktober 2015 von den Bemühungen des Landkreises zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur im Kreisgebiet Kenntnis genommen", heißt es in der schriftlichen Antwort auf die Anfrage. "Durch den Beschluss, Radwege im Gemeindegebiet in das Radverkehrskonzept des Kreises aufnehmen zu lassen, sollten eventuell bestehende Schwachstellen und Mängel im Wegenetz aufgezeigt werden."

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Die CDU-Fraktion hakt nach: "Ist dem Gemeindevorstand bekannt, warum für jedes der recht kleinen Radwegeschilder ein eigener Pfosten errichtet wurde und warum man nicht, wo es möglich war, das Schild an bestehende Pfosten montiert hat?" Die Radwegweisung in Hessen erfolge nach "einem seit vielen Jahren gewachsenen, systematisierten Vorgehen", führt der Gemeindevorstand dazu aus.

Richtlinien setzen auf Sichtbarkeit

In den zugrunde liegenden Richtlinien sei dafür gesorgt, dass die Anbringung der Beschilderung "aus Sicht des vorbeifahrenden Radfahrers" erfolge. "Diese korrespondierenden daher nicht zwingend mit dem Ziel einer Optimierung des notwendigen Platzbedarfs der Beschilderung, sondern stellen klar auf eine möglichst gute Wahrnehm- und Sichtbarkeit für den zweirädrigen Verkehrsteilnehmer ab", lautet die Erklärung.

Die CDU-Fraktion will weiter wissen, warum nur das einfache Radwegeschild montiert worden sei, es aber keinen Hinweis gebe, wohin die Radwege führen. "Pfeilwegweiser, auch als Armwegweiser bezeichnet, sind in dem vorbezeichneten System die Standardform der Zielwegweisung", reagiert der Gemeindevorstand auf diese Anfrage. "Die Wegweisung informiert so Radfahrende, die aus den Querstraßen auf das Radwegenetz treffen."

Andere Schilder werden laut Gemeindevorstand vorwiegend an größeren Knotenpunkten verkehrsreicher Straßen eingesetzt, um die Radfahrer rechtzeitig über bevorstehende Richtungsänderungen zu informieren.