Fackeln für den Frieden in Friedensdorf

In einem langen, leuchtenden Tross ziehen die Teilnehmer an der Fackelwanderung durch den Schnee und setzten damit ein Zeichen für den Frieden.  Foto: Sascha Valentin

Ein leuchtendes Friedenszeichen hat der CVJM-Kreisverband Biedenkopf mit seiner traditionellen Fackelwanderung gesetzt. Dazu waren über 100 Teilnehmer nach Friedensdorf...

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DAUTPHETAL-FRIEDENSDORF. Ein leuchtendes Friedenszeichen hat der CVJM-Kreisverband Biedenkopf mit seiner traditionellen Fackelwanderung gesetzt. Dazu waren über 100 Teilnehmer nach Friedensdorf gekommen.

Bevor sich der Fackelzug jedoch in Gang setzte, stimmte Kerstin Griesing die Besucher in der Christuskirche mit einem Gottesdienst auf den gemeinsamen Abend ein. Zusammen mit einigen Jungscharkindern zeigte sie, was der abstrakte Begriff Frieden eigentlich bedeutet. In einem Anspiel zeigten die Kinder, dass Frieden nichts ist, was man alleine haben oder machen könnte.

Dazu zeichnete einer von ihnen ein Rechteck auf den Boden und verkündete, darin nicht gestört und in Frieden gelassen werden zu wollen. Das funktionierte jedoch eher leidlich gut, wie die Kinder schnell feststellen mussten. Denn wer wirklich Frieden haben wolle, der sei auch auf andere angewiesen. "Frieden bedarf, dass man darüber spricht", erklärte Griesing in ihrer anschließenden Predigt.

In der Kirche wird der Abschluss gefeiert

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Friede sei etwas, was man gemeinsam erreichen müsse. In der Bibel heiße es an einer Stelle: "Werdet einander zu Friedensstiftern", erklärte sie.

"Gott braucht den Menschen, um Frieden auf der Erde zu verbreiten." Das Symbol, einander zum Licht zu werden, setzten die Kinder und Jugendlichen im Anschluss an den Gottesdienst bei ihrer Fackelwanderung um. Dazu zogen sie zunächst im Dunkel von der Kirche den Winterbach hinauf bis zum Waldrand, wo sie ihre Fackeln entzündeten.

Als langer, leuchtender Tross schoben sich die Teilnehmer damit durch den Schnee in Richtung Burgbergschule. Dort konnten sie sich mit Tee und Würstchen aufwärmen, bevor es wieder zurück zur Kirche ging, wo der gemeinsame Abschluss gefeiert wurde.