Musterbeispiel für die Schwarz-Weiß-Trennung

Es ist geschafft: Die Schwarz-Weiß-Trennung wurde in Mornshausen "vorbildhaft vollzogen", freut sich Bürgermeister Bernd Schmidt. Er danke der Wehr für die Geduld. Foto: Feuerwehr Mornshausen/D.

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Feuerwehr Mornshausen/D. Nicht nur, dass die 28-köpfige Einsatzabteilung zu 18 Einsätzen ausrücken musste, auch die...

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DAUTPHETAL-MORNSHAUSEN. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Feuerwehr Mornshausen/D. Nicht nur, dass die 28-köpfige Einsatzabteilung zu 18 Einsätzen ausrücken musste, auch die Schwarz-Weiß-Trennung wollte umgesetzt werden. Und die vereinseigene Gaststätte "Zum alten Reiffeisen" erfordert auch einiges an Manpower.

Bereits im Herbst 2015 wurde sie angestoßen, im Vorjahr nahm sie richtig Fahrt auf und seit diesen Tagen ist die Schwarz-Weiß-Trennung in Mornshausen Realität. Hintergrund: Die Unfallkasse fordert, dass die Einsatzkleidung der Feuerwehrleute nicht in der Fahrzeughalle hängen darf. Das war in Mornshausen - wie in so vielen - Stützpunkten der Fall. "Erschwerend kam bei uns hinzu, dass auch die Mindestabstände zwischen Fahrzeug und Gebäudewand nicht ausreichten", so Wehrführer Marco Werner. Der Vorschlag vonseiten der Wehr: den ehemaligen Schulungsraum direkt neben der Fahrzeughalle anmieten und den Raum herrichten. "Das wurde mittlerweile umgesetzt", so der Wehrführer. "Auch wenn nun alles etwas länger gedauert hat, als ursprünglich geplant, ist es eine sehr gelungene Maßnahme, die uns für die nächsten Jahre Feuerwehrarbeit durch Schaffung der räumlichen Voraussetzungen auf ein gutes Fundament stellt." Das Gesamtkonzept bezeichnete Marco Werner als "Musterbeispiel für die Schwarz-Weiß-Trennung und sichere Laufwege".

Dem schloss sich auch Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) in seinem Grußwort an. Er lobte, dass die Maßnahme "vorbildhaft vollzogen" wurde und dankte der Wehr für die Geduld und dem Eigentümer Dieter Bau für die Kooperation. Auch sprach er seinen Dank für das soziale Engagement der Mornshäuser Feuerwehr bezüglich der Gaststätte aus. Dem schloss sich Ortsvorsteher Friedmann Leinweber an.

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"Im Großen und Ganzen läuft im ,Reiffeisen' alles rund", so Marco Werner. Nach fünf Jahren hätten sich gewisse Routinen eingespielt. Die größte Herausforderung sei es, den Personalbedarf zu decken. Aktuell ist man etwa auf der Suche nach neuen Mitarbeitern im Service. Das Positive überwiege aber: "Hinsichtlich der örtlichen Gemeinschaftsbildung, über das verbindende Element über die Generationen hinweg, als auch im Bezug auf die Imagearbeit für ganz Dautphetal, ist unsere Kneipe mittlerweile ein fester Bestandteil im Gemeindeleben", freute sich der Wehrführer.

Von "Kirchturmdenken" keine Spur

In dem Gaststättengebäude, das der Feuerwehr gehört, hat sich in den vergangenen Monaten auch einiges getan. So wurden die alten elektrischen Nachtspeicheröfen aus- und neue Heizkörper eingebaut. Auch der alte Fußboden wich einem modernen Vinylboden. All das stemmte die Feuerwehr wieder aus vereinseigenen Mitteln.

Traditionelle Termine wie das Schlachte- und das Spanferkelessen wurden 2018 angereichert durch die große Doppel-Geburtstagsfeier im Juni. Gemeinsam mit dem Frauenchor feierte die Feuerwehr unter dem Namen "125 Jahre Mornshäuser Vereinsgeschichte" drei Tage lang. Neben einem Liederabend, einem Partyabend mit der Band "Online", einem Familientag gab es auch einen Festgottesdienst. "Es war ein rundum gelungenes Fest, das allen noch lange in Erinnerung bleiben wird", resümierte Marco Werner.

Die Einsatzabteilung - bestehend aus 26 Männern und zwei Frauen - war 2018 auch reichlich gefordert. Marco Werner erinnerte an insgesamt 18 Einsätze, darunter fünf Wohnhaus- und Kaminbrände, vier Flächenbrände und eine eingeklemmten Person sowie diverse Übungen. Besonders hob er einen Wohnhausbrand in Silberg im Mai hervor. "Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Ortsteilwehren klappte wirklich gut", freute er sich. "Von dem oft zitierten Kirchturmdenken war hier nichts zu merken und jeder war froh, dass er sich auf den anderen verlassen konnte." Erik Schmidt berichtete von den Übungen der Jugendfeuerwehr und das die Abteilung derzeit zwölf Kinder zähle; darunter drei Mädchen. Gemeindebrandinspektor lobte die gute Jugendarbeit der Feuerwehr Mornshausen.

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Zudem wurde die Vereinssatzung einstimmig geändert: So wurden die bislang in je einer Person zusammengefassten Ämter Wehrführer-Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender-Wehrführer gesplittet.