Gladenbacher Schüler stellen Europa kreativ dar

Für sein märchenhaftes Klappbild gewinnt David Becker aus der Klasse 6F5 beim Europäischen Wettbewerb einen Bundespreis.  Foto: Liane Endrigkeit-Ecker

Die Gladenbacher Europaschule hat beim 67. Europäischen Wettbewerb sieben Bundespreise und 31 Landespreise gewonnen. Kinder und Jugendliche aus 13 Klassen fertigten dafür...

Anzeige

. Gladenbach. Ihre politischen und gesellschaftlichen Ideen zu Europa kreativ zum Ausdruck bringen - dieser Aufforderung sind Kinder und Jugendliche aus der Gladenbacher Freiherr-vom-Stein-Schule mit Begeisterung gefolgt. Für den europäischen Wettbewerb reichten sie viele Bilder, Collagen und Modelle ein. Die Mühen wurden belohnt: Sieben Bundes- und 31 Landespreise gehen nach Gladenbach.

"EUnited - Europa verbindet" war die 67. Auflage des künstlerischen Wettstreits überschrieben. 75 159 Kinder und Jugendliche aus 1177 Schulen machten diesmal mit. Hessen stellte nach Bayern und Baden-Württemberg die meisten Teilnehmer (6102 Schüler). Sie alle waren dazu aufgerufen, sich auf das zu besinnen, was uns verbindet.

Schüler aus 13 Klassen reichen ihre Projekte ein

Anzeige

In Form von Bildern, Videos, Poetry Slams, selbst komponierten Songs, Geschichten oder Plakatkampagnen setzten sich die jungen Talente mit europäischen Themen auseinander. Frieden, Wertschätzung der Vielfalt und die Zukunft des Planeten standen dabei im Mittelpunkt.

Aus der Gladenbacher Europaschule stellten sich 13 Klassen - vom vierten Schuljahr bis zur Oberstufe - der künstlerischen Herausforderung. "Die Schüler haben ganz toll gearbeitet. Sie haben die anspruchsvollen Themen mit Ideenreichtum und vielseitigen Gestaltungstechniken bewältigt", lobt Kunstlehrerin Liane Endrigkeit-Ecker. Gemeinsam mit ihren Kollegen Elena Busch, Birgitt Schneider und Martin Weinreich unterstützte und motivierte sie die Schüler bei ihren Arbeiten.

"So ein Zirkus" lautete das Motto für die Grundschüler. Die Kinder aus der Klasse 4P1 zeigten in ihren bunten Bildern, wie viele unterschiedliche Menschen mit besonderen Begabungen und Talenten in einem Zirkus leben und dabei eine große Gemeinschaft bilden.

Dass Märchenfiguren die Kinderzimmer Europas verbinden, stellten die Förderstufenschüler kreativ dar. Dazu gestalteten sie originelle kleine Märchenkästen oder Klappbilder, in denen sich Cinderella, Schneewittchen, Arielle, Rapunzel und Co. begegnen. Einige der Arbeiten sind derzeit im Glaskasten der Förderstufe ausgestellt.

Wie ein Tag ohne Handy aussehen kann, setzten die Siebtklässler bildnerisch um. Sie machten deutlich, dass Freizeitbeschäftigungen wie Musik und Sport, Spaziergänge mit dem Hund oder Unternehmungen mit der Familie mehr in den Lebensmittelpunkt rücken sollten.

Anzeige

Unter dem Titel "Mein europäisches Sichtfenster" setzten sich die Zehntklässler unter anderem mit dem Klimawandel auseinander oder zeigten die Schönheiten der heimischen Natur. Einen durchaus kritischen künstlerischen Blick auf den alltäglichen Schönheitskult mit Waschbrettbauch, Tätowierung und Schönheitschirurgie warfen die Oberstufenschüler. Ihr Thema lautete "Körperkult(ur)".

"Wir freuen uns alle über die hervorragenden Leistungen. So viele Bundespreise hatten wir noch nie, ein toller Erfolg", sagt Liane Endrigkeit-Ecker. Am Ende verbuchte die Europaschule sieben Bundespreise, 31 Landespreise und 25 Anerkennungen.

Einziger Wermutstropfen: Aufgrund der Corona-Pandemie können derzeit keine Siegerehrungen stattfinden. Die geplanten Veranstaltungen im Landtag in Wiesbaden und im Landratsamt in Marburg wurden ebenso abgesagt wie die schulinterne Feier. "Das ist absolut bedauerlich, denn wir sind natürlich unglaublich stolz auf unsere erfolgreichen Schüler", betont Liane Endrigkeit-Ecker. Preise und Urkunden bekommen die Schüler nun von ihren Lehrern.

Im kommenden Jahr widmet sich Deutschlands ältester Schülerwettbewerb unter dem Motto "Digital EU - and YOU?!" der Digitalisierung in Europa.