IHK-Präsident Heusler fordert schnelle Hilfe für Unternehmen

Felix Heusler. © IHK Lahn-Dill

IHK-Präsident Felix Heusler aus Dillenburg äußerst sich kritisch zum Abschlussbericht der Gaspreis-Kommission. Es herrsche Alarmstimmung in der Wirtschaft an Lahn und Dill.

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BIEDENKOPF/DILLENBURG/ WETZLAR. "Wir begrüßen die Vorschläge der Experten-Kommission, mit denen Privathaushalte und Wirtschaft diesen Winter entlastet werden sollen", erklärt der Präsident der IHK Lahn-Dill, Felix Heusler, zum vorliegenden Abschlussbericht der Gas-Kommission in einer Pressemitteilung.

In der heimischen Wirtschaft herrsche allerdings Alarmstimmung, wie die neuesten Zahlen der Konjunkturumfrage im Kammerbezirk belegten. So sei der Klimaindex an Lahn und Dill im Vergleich zur Sommerumfrage um weitere 18 Indexpunkte auf 78 Punkte gesunken: "Mehr als die Hälfte der befragten Mitgliedsunternehmen erwartet aufgrund steigender Energiepreise schlechtere Geschäfte im kommenden Jahr. Für die Unternehmen zählt jeder Tag, die Regierung muss die Vorschläge schnell und unbürokratisch umsetzen", so Heusler weiter. Er fordert die Politik auf, "auch mit Hochdruck an der Umsetzung des Lösungsvorschlags für den außer Kontrolle geratenen Strompreis" zu arbeiten.

Den Vorschlag der Expertenkommission, die Gaspreisbremse nur Unternehmen zu gewähren, die einen Standortnachweis erbringen, sieht IHK-Präsident Heusler kritisch: "Dafür müssen die Unternehmen gezielt Standort- und Transformationsvereinbarungen abschließen. Vor allem für kleinere Unternehmen führt das zu mehr Bürokratie- und damit erhöhtem Kostenaufwand. Wer den Nachweis nicht erbringen kann, ist von den Hilfen ausgeschlossen."

Einsparungen beim Verbrauch von Strom und Gas bleiben für Felix Heusler zentrales Thema in der Wirtschaft, um durch die Energiekrise zu kommen: "Darüber hinaus brauchen wir weitere Lösungen bei der Angebotsausweitung. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sollte stärker in den Fokus rücken."