Kreis-Mitarbeiter sorgen für dringend benötigte...

Blutkonserven sind derzeit knapp. Blutspenden ist also umso wichtiger. Mitarbeiter des Kreises Marburg-Biedenkopf gehen mit gutem Beispiel voran.  Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf
© Landkreis Marburg-Biedenkopf

Blutkonserven sind derzeit knapp. Blutspenden ist also umso wichtiger. Mitarbeiter des Kreises Marburg-Biedenkopf gehen mit gutem Beispiel voran.

Anzeige

. Marburg (red). 50 Mitarbeiter der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf haben, direkt im Kreishaus, Blut gespendet. Sie sind damit einem Aufruf gefolgt, den Landrätin Kirsten Fründt (SPD) Anfang Juli in der Belegschaft gestartet hatte. Ein mobiles Blutspende-Team des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM) machte die Aktion im Landratsamt möglich.

Vor dem Hintergrund fehlender Blutkonserven wegen Urlaubszeit und Corona-Pandemie kam die Aktion zum Ende der Sommerpause gerade rechtzeitig. "Jetzt herrscht großer Blutkonservenmangel, wir stehen kurz davor, Operationen absagen zu müssen", berichtet Dr. Annette Möller vom mobilen UKGM-Blutspendeteam. Bereits im März hatte es durch den Corona-Lockdown laut UKGM einen Rückgang an Blutkonserven von 15 bis 20 Prozent gegeben. Davon habe man sich noch nicht erholt, sodass das Klinikum nun erneut in der Öffentlichkeit um Blutspenden bittet. Insgesamt werden jährlich rund 40 000 Blutkonserven am UKGM benötigt. Alle Plätze bei der Blutspende-Aktion waren innerhalb kurzer Zeit vergeben.

UKGM benötigt im Jahr 40 000 Blutkonserven

Anzeige

Gut organisiert und unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln konnten die Mitarbeiter - darunter auch zahlreiche aus den Außenstellen - im Kreishaus in Cappel einen Beitrag für lebenswichtige Bluttransfusionen leisten. "Viele der Spender waren zum ersten Mal bei der Blutspende und sind auch erneut bereit dazu, in dieser Form für das Gemeinwohl einzutreten", teilte die Pressestelle des Kreises mit.

"Ich freue mich, dass die Aktion eine solch gute Resonanz gefunden hat und bin zuversichtlich, dass einer Wiederholung in regelhaften Abständen nichts entgegensteht", erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU). Für die Mitarbeiter liege der Vorteil auf der Hand, möglichst unkompliziert einen Beitrag für die Gesundheit anderer leisten zu können, auf den sie im Notfall aber auch selbst angewiesen sein können. Dies sei ein Beispiel für gelebte Solidarität, so Zachow.