Krippen aus allen Teilen der Erde in Marburg

Krippen aus aller Welt sind im Marburger Rathaus zu sehen. Aus Thailand stammt dieses Exemplar.  Foto: Heiko Krause/Stadt Marburg

In Marburg wurde nun wieder die Krippenausstellung eröffnet. Bis 20. Dezember sind 90 Krippen aus aller Welt zu sehen.

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MARBURG. Seit vielen Jahren schon begeistern in der Vorweihnachtszeit im Rathaus Krippen aus vielen Ländern und Erdteilen die Marburger - so auch im Advent 2019.

"Die Krippenausstellung ist ein nicht mehr wegzudenkender Teil des Weihnachtsmarktes", betonte Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) und ergänzte: "Und sie ist, obwohl sie jedes Jahr stattfindet, immer wieder eine der erfolgreichsten Ausstellungen in Marburg überhaupt."

Nicht die größte, aber die schönste Ausstellung

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Vor vielen Jahren, so der OB, sei sie zur Belebung der Oberstadt ins Leben gerufen worden und über all die Jahre habe sich das Ehepaar Anna und Horst Vigelahn liebevoll um die inzwischen traditionelle und doch jährlich veränderte Ausstellung gekümmert, dafür wolle er sich herzlich bedanken. Horst Vigelahn hob hervor, dass sie immer gut vom Fachdienst Kultur unterstützt worden seien. Damit sich der Fachdienst mit einem eigenen Exponat beteiligen kann, überreichte er Marie-Christin Thomas, die im Fachdienst nun für die Ausstellung verantwortlich ist, eine Krippe aus den 1980er-Jahren mit Figuren in Marburger evangelischer Tracht. "Die Marburger Ausstellung ist nicht die größte, aber die schönste", sagte Vigelahn. "Und ich bin sicher, dass der Fachdienst Kultur sie sehr gut weiterführt."

Krippen in großer und kleiner Form illustrieren nun wieder im Rathaus vielfältig die Weihnachtsgeschichte und erzählen von weihnachtlichen Brauchtümern in unterschiedlicher Weise, Form und Größe. Bürger stellen etwa 90 Krippen leihweise zur Verfügung.

Interpretation der Geschichte variiert stark

Diese kommen aus Europa, Asien, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika und zeigen, dass Maria, Joseph und Jesus in verschiedenen Ländern unterschiedlich dargestellt werden. "Die Geschichte ist überall die Gleiche", so OB Spies, "aber sie wird auf ganz unterschiedliche Art interpretiert, es wird so dargestellt, wie es die Menschen bei sich zu Hause sehen". Und gerade das passe zu einer weltoffenen Stadt wie Marburg.