Dank an die Lebensretter

Öffentliche Belobigung für Lebensretter: Oliver Conradi (v.l.), Christian Schwarz, Markus Meyer, Manfred Wagner, Wolfgang Schuster, Rudolf Giolbas und Walter Widmaier.  Foto: Lothar Rühl

Wetzlar/Asslar. "Danke, dass Sie so schnell geholfen haben. Wenn meine Kollegen nicht so schnell reagiert hätten, wäre ich heute nicht mehr da." Mit diesen Worten bedankte...

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. Wetzlar/Asslar. "Danke, dass Sie so schnell geholfen haben. Wenn meine Kollegen nicht so schnell reagiert hätten, wäre ich heute nicht mehr da." Mit diesen Worten bedankte sich Walter Widmaier bei seinen Arbeitskollegen von Pfeiffer-Vacuum in Aßlar, die im Januar letzten Jahres seine Lebensretter waren.

Widmaier hatte einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten und fiel ohne Bewusstsein auf den Boden. Sein Gesicht lief blau an und ihm floss Blut aus Mund und Nase. Der Kollege, der ihn fand, informierte einen weiteren. Dieser brachte ihn in die stabile Seitenlage, um die Atemwege freizuhalten, und um zu verhindert, dass Widmaier an seinem Blut erstickt. Die Kollegen verständigten den Notarzt und begannen mit der Herzdruckmassage sowie der künstlichen Beatmung. Zusätzlich brachte einer der Lebensretter einen Defibrillator, mit dem die Mitarbeiter die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte überbrückten. Zehn Monate nach diesem dramatischen Ereignis konnte Widmaier seine Arbeit wieder aufnehmen.

Viele Dankesworte hörten die Lebensretter bei einer Feierstunde im Kreishaus in Wetzlar. Landrat Wolfgang Schuster (SPD) überreichte eine Urkunde von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), die mit "Öffentliche Belobigung" überschrieben ist. "Es ist so wichtig und notwendig die Erste-Hilfe-Maßnahmen zu kennen, weil sie in der Tat Menschenleben retten", so der Landrat.

Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) gratulierte dem Geretteten zum zweiten Geburtstag. An die Retter gewandt, sagte Wagner: "Sie haben die zehn Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes genutzt, um ihren Kollegen am Leben zu halten. Und Sie haben dafür gesorgt, dass er keine bleibenden Schäden davon getragen hat". Dies sei ein Zeichen der Nächstenliebe und der Solidarität sowie von gesellschaftlicher Wärme.

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Aßlars Bürgermeister Christian Schwarz (FWG) sagte, er überbringe Respekt und Dank für den Einsatz. "Jedes Leben zählt. Wer besonnen handelt, kann zum Lebensretter werden", meinte Schwarz. Zudem lobte er das Unternehmen Pfeiffer-Vacuum, das durch die Anschaffung von Defibrillatoren und die Ausbildung von Ersthelfern die Grundlage für die Rettungsaktion gelegt habe.

Auch der Personalchef von Pfeiffer-Vacuum, Oliver Conradi, dankte, dass die Mitarbeiter so schnell geholfen haben. Das Ereignis im Januar 2019 habe dazu geführt, dass das Unternehmen die Anzahl der Defibrillatoren von zwei auf vier verdoppelt habe.

Geehrt wurden Ralf Daub und Salih-Nihat aus Wetzlar, Markus Meyer und Rudolf Giolbas (Aßlar) sowie Harald Niemann (Ehringshausen). An der Ehrung konnten nur Meyer und Giolbas teilnehmen. Den drei anderen Rettern will Schuster bei einem Firmenbesuch die Urkunden überreichen.