Ortsbeirat Medenbach diskutiert mal wieder über den Bahnhof

Beschwerden gibt es seit Ewigkeiten, Gespräche mit der Bahn immer wieder einmal. Nun sollen im kommenden Jahr die drängendsten Sanierungsarbeiten beginnen.

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MEDENBACH. „Wenig ergiebig“ nannte Medenbachs Ortsvorsteher Michael David (SPD) das Gespräch mit der Bahn AG, in dem es um den Haltepunkt Auringen-Medenbach ging. Dass die Haltestelle der Ländchesbahn saniert und barrierefrei umgebaut werden muss, sehen laut David auch „die Kollegen von Ortsbeirat Auringen“, die an der Besprechung teilnahmen. Die Forderungen Ausbau seien alt, Versprechungen habe es immer wieder gegeben. Diesmal stelle die Bahn ein Minimal-Programm in Aussicht. „Viel wird nicht passieren. Was jetzt nicht befestigt ist, soll befestigt werden. Insbesondere der ‚Bahnsteig‘ oder das, was man dafür halten könnte, soll für die Pendler und übrigen Reisenden nutzersicherer werden.

Jetzt heißt es, die Arbeiten könnten ‚im dritten Quartal des Jahres 2020 beginnen und im vierten Quartal beendet sein‘“, so David. In dieser Zeit sei allerdings auch damit zu rechnen, dass die Strecke tageweise gesperrt werde, so der Ortsvorsteher. Saniert werde auch die Unterstellmöglichkeit für die Fahrgäste –habe die Bahn versichert.

Wunsch nach Ladesäulen für Elektrofahrzeuge

David will jetzt vom Verkehrsdezernent, Andreas Kowol (Bündnis 90 / Die Grünen), wissen, welche Überlegungen bei der Stadt angestellt wurden, um die Wege von Aurigen und Medenbach her zum Haltepunkt attraktiver und sicherer zu machen. Er werde Kowol bitten, in der nächsten Ortsbeiratssitzung Bericht zu erstatten. Demnächst beginnen auch die Beratungen für den Doppelhaushalt 2020/2021. Bis dahin will der Ortsbeirat wissen, welche Mittel für eine umfassende Sanierung nötig sind, um sie rechtzeitig beantragen zu können. Es kam der Vorschlag, den Ortsbeirat Auringen mit ins Boot zu holen, um in einer gemeinsamen Sitzung alle Forderungen auf den Tisch zu legen.

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Die CDU-Fraktion stellte den Antrag, am neu errichteten Bürgerhaus eine E-Tankstelle einzurichten. Zur Begründung erklärte Jens Werner Wieltsch, stellvertretender Ortsvorsteher, der Umstieg auf Elektromobilität könne nur gelingen, wenn sie „kostengünstiger und alltagstauglicher“ werde. Die immer noch zu hohen Anschaffungskosten für E-Autos und ihre zu geringe Reichweite seien Sache der Industrie. Die Kommunen könnten aber etwas tun. Man müsse ein Netz an Ladestationen aufbauen. „Und dies nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Stadtteilen.“ In Medenbach biete es sich an, Ladesäulen zwischen Bürgerhaus und Sportlerheim aufzustellen. Seien die frei zugänglich, dann könnten dort auch E-Bikes oder E-Scooter aufgeladen werden, meinte der CDU-Vertreter. Ohne Infrastruktur habe die E-Mobilität keine Chance. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

„Chronisch defekt“ sei die Weitzbachstraße zwischen der Tennishalle und der Einmündung Am Berggarten, so hieß es in der Ortsbeiratssitzung. Die Oberfläche der ansteigenden Straße breche immer wieder auf, obwohl oft genug der Versuch unternommen werde, den Belag notdürftig zu reparieren. „Die schweren Busse, die hier fahren, beschädigen die geflickte Decke immer aufs Neue“, so Wieltsch. „Nach dem Winter zeigen sich die Löcher wieder und wir betteln mal wieder, den Straßenbelag zu glätten. Dabei müsste die Straße von Grund auf erneuert werden.“ Dort wo die Busse die Straße hochführen, seien die Beschädigungen am stärksten.