Obermeister Frank Kauferstein von der Innung verabschiedet

Der neue Obermeister der SHK-Innung Dillenburg, Stefan Zienert (rechts), ernennt seinen Vorgänger Frank Kauferstein (Mitte) gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Andreas Topp zum Ehrenobermeister.  Foto: CB Akustik

Der Langenaubacher wird nach zehn Jahren an der Spitze zum Ehrenobermeister ernannt. Stefan Zienert aus Edingen folgt als Nummer 1 in der Sanitär- und Heizungstechnik Dillenburg.

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DILLENBURG. Zehn Jahre lang hat der Langenaubacher Frank Kauferstein als Obermeister die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Dillenburg geprägt, doch nun ist Schluss. Der neue Obermeister Stefan Zienert aus Edingen zollte ihm für sein Engagement größten Respekt. In seinem Sinne solle die Innungsarbeit fortgeführt werden.

Kauferstein verabschiedete sich in der digitalen Jahreshauptversammlung der SHK-Innung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Mit einem weinenden, weil ich dieses Amt sehr gerne ausgeführt habe. Mit einem lachenden, weil ich eine top ausgestattete und finanziell auf sicheren Füßen stehende Innung übergebe." Die SHK-Innung Dillenburg fände deutschlandweit sehr große Beachtung - mit ihrem funktionierenden Netzwerk an Schulen, Institutionen, Großhandel, Herstellern, Banken und dem Landkreis, sagte Kauferstein. Er appellierte an die Partner, auch andere Innungen zu unterstützen, denn: "Nur eine starke, gemeinsame Interessenvertretung ist für die Zukunft gewappnet."

Leistungen der Azubis lassen zu wünschen übrig

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In seinem letzten Bericht als Obermeister beschrieb Kauferstein die Auftragslage der SHK-Branche als positiv, doch es bleibe herausfordernd: "Nur die sich spezialisierenden und gut ausgebildeten Betriebe werden die Zukunft meistern und überstehen." Engagierte Aus- und ständige Weiterbildung seien also unerlässlich. Dabei spielten die Innungsbetriebe eine herausragende Rolle: Im SHK-Handwerk seien sie mit jeweils zwei Drittel größter Arbeitgeber und stärkster Umsatztreiber.

Aktuell gehören der Innung 32 Mitgliedsbetriebe an, darunter zwei Neuzugänge: Limburger Haustechnik aus Herborn und Firma Breitenstein aus Bischoffen. Aber zwei ehemalige Mitgliedsbetriebe gaben 2020 ihre Geschäftstätigkeit auf. Darüber hinaus zählt die SHK-Innung 28 Fördermitglieder, darunter sechs neue Partner.

Über die SHK-Ausbildung im Kreis berichtete der Prüfungsausschuss-Vorsitzende Stefan Zienert: Die Zahl der Auszubildenden sei in den vergangenen zwei Jahren mit jeweils 59 (davon 43 aus Innungsbetrieben) sehr stabil. Die Leistungen der Schützlinge dagegen ließen zu wünschen übrig: Die Ergebnisse der vergangenen Gesellenprüfungen seien Mittel- bis unteres Mittelmaß. "Das Thema Ausbildung müssen wir deshalb sehr konsequent auf dem Schirm haben und uns ständig darum bemühen, dass es notwendige Veränderungen und Verbesserungen gibt", so Zienert.

Um die Innung weiter zu stärken, haben sich die Mitgliedsbetriebe im Abstimmungsverfahren für die Nutzung des Innungsservices in der Kreishandwerkerschaft ausgesprochen. Dieser spreche Nicht-Innungsbetriebe an und biete ihnen kostenlose Unterstützung bei rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Fragen. Auch stimmten die Mitgliedsbetriebe dem Beitritt zu dem noch zu gründenden Verein Handwerk Mittelhessen zu, der stark in der Berufsorientierung aktiv sein wird.

Nachdem Frank Kauferstein seinen Abschied bekannt gegeben hatte, wählte die Versammlung seinen bisherigen Stellvertreter Stefan Zienert zum neuen Obermeister. Ihm zur Seite stehen nun Ruben Bader als Stellvertreter sowie Uwe Schwehn und Andreas Topp als Beisitzer. Zienert beschrieb Frank Kauferstein als beharrlich, scharfsinnig, modern und kompromissbereit, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren - ein Teamplayer, Partner und Visionär. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Andreas Topp ernannte er den Langenaubacher dann zum Ehrenobermeister.