Ehringshausen: Mädchen werfen Münzen auf die Bahngleise

Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Bundespolizei hat in Ehringshausen zwei Mädchen aus dem Gleisbereich geholt. Mehrere Züge verspäteten sich durch den Einsatz.

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EHRINGSHAUSEN. Weil zwei elfjährige Mädchen im Gleisbereich bei Ehringshausen Cent-Münzen auf die Gleise warfen, sind am Mittwochnachmittag Beamte der Bundespolizeiinspektion Kassel im Einsatz gewesen. Der Streckenabschnitt bei Ehringshausen konnte aufgrund des Vorfalls nur mit "Fahren auf Sicht" passiert werden. Dadurch hatten vier Züge mehr als eine halbe Stunde Verspätung.

Eine Streife des Bundespolizeireviers Gießen konnte die beiden Mädchen aus dem Gleisbereich holen und unverletzt in die Obhut der Erziehungsberechtigten geben.

Das Betreten der Gleisanlagen ist für Unbefugte nicht nur verboten, sondern extrem gefährlich. Züge können sich relativ lautlos nähern und werden daher oft erst spät bemerkt. Die Gefahr, von durchfahrenden Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß. Besonders, wenn Züge außerplanmäßig verkehren, wie beispielsweise Güterzüge.

Erziehungsberechtigte sollten ihre Kinder für diese Gefahren sensibilisieren, bittet die Bahnpolizei. Bei Fragen zu diesem Thema können sich Interessierte unter der 05 61-81 61 60 an die Bundespolizeiinspektion Kassel wenden. Informationen zu Gefahren an Bahnanlagen gibt es auch unter www.bundespolizei.de.

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Auf die Verursacher (gegebenenfalls die Eltern) können bei solchen Einsätzen jeweils Kosten für den Polizeieinsatz sowie zivilrechtliche Forderungen der Verkehrsunternehmen zukommen.