Hunderte Besucher beim Markt im Park in Beilstein

Die Gärtnerei Enners sorgt wie immer für ein abwechslungsreiches Blumenmeer am Ulmbach, das geschmackvoll präsentiert wird.
© Heike Pöllmitz

Beim Markt des Heimat- und Geschichtsvereins Beilstein haben sich Hobbykünstler Anregungen holen können – und es gab eine Menge Zubehör zu kaufen.

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Greifenstein-Beilstein. Für alle Menschen, die gerne besondere Märkte besuchen, ist der erste Sonntag im Juli seit Jahren ein fester Termin: Wenn der Heimat- und Geschichtsverein Beilstein zu seinem Markt im Park einlädt, will jeder dabei sein. Auch an diesem Marktsonntag zeichnete sich schon früh ab, dass wieder Hunderte Menschen aller Generationen nach Beilstein kommen würden.

Gleich nach dem traditionellen Marktgottesdienst in der Schlosskirche säumten immer mehr Autos die Straßenränder, viele Gäste kamen aber auch mit dem Fahrrad.

Schon im Burgpark ging es wie immer los, und die alten Hasen waren schon gespannt, wie die Macher des Markts in diesem Jahr den Ulmbach und die schmale Brücke zum „Basalt-PARKours“ geschmückt hatten. Oberhalb waren es Schüsseln mit unzähligen Rosenblüten, unterhalb hieß der Froschkönig die Marktgänger willkommen, und am Geländer hing eine Gießkanne an der nächsten. Auch auf dem Gelände vom Rapunzelturm bis zur Basaltarena gab es immer wieder Hingucker, wie ein Pärchen lebensgroßer Puppen, das die gemütliche Atmosphäre des Geschehens unterstrich. Ein blumengeschmücktes altes Fahrrad oder die witzigen Köpfe aus bepflanzten Blumentöpfen mit Sonnenbrillen und lustigen Gesichtern in einem Strohhaufen vervollständigten das Ensemble.

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Auch denen, die erstmals nach Beilstein kamen, war schnell klar: Hier wird mit viel Liebe und Kreativität gearbeitet und auf Qualität, Abwechslung und immer neue Überraschungen für die Besucher geachtet.

Gut 120 Aussteller präsentierten ihre Schätze zu beiden Seiten des „Basalt-PARKours“ bis hinauf zur Basalt-Arena, wo die Anbieter von vielerlei Speisen für volle Mägen sorgten. Ob Handkäs’ mit Musik, gebeizter Lachs, Reibekuchen oder Gyros – es gab jede Menge zu futtern, angeboten auch von heimischen Vereinen.

Auch auf der Fläche am Garten gibt es viel zu sehen.
Auf dem großen Platz an der Basalt-Arena gibt es ein breites Angebot an Leckereien.

Gut gestärkt konnte man dann die zweite Runde antreten und auch die Stände am alten Bahnhof oder auf dem Platz „Am Garten“ besuchen.

Mit der Überschrift „Lichtblicke für Herz und Haus“ brachte eine Anbieterin das Wesen des ganzen Markts auf den Punkt. Auch wenn einer der Herren der Schöpfung meinte, es gäbe hier „Krimskrams, den man nicht zum Leben braucht“, sind es doch gerade die schönen Dinge, die Herz und Seele erfreuen. Und wer braucht nicht jeden Tag Seife, welches Baby keine niedlichen Hosen, welcher Garten keine Blumen und Kräuter und welcher Hund kein Spielzeug, um nur einige der nützlichen Dinge zu nennen?

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Hobbykünstler konnten sich Anregungen holen, überall gab es auch Zubehör für Hobbys. Wer wollte, konnte dem ein oder anderen über die Schulter schauen, beispielsweise bei Christel Kletti, die zarte Tücher webt.

Besonders auffallend beim Markt im Park war, dass viele der Teilnehmer aus Beilstein und der Umgebung kamen. „Wo ist denn Ihr Heimathafen?“, fragte ein begeisterter Besucher zum Beispiel bei der Gärtnerei Enners und wunderte sich, dass diese Vielfalt tatsächlich in Beilstein geboten wird.

Fazit des turbulenten und doch gemütlichen Tages: Es war wieder schön, man konnte viel erleben, und nebenbei traf man auf viele Gleichgesinnte, mit denen man nach Herzenslust fachsimpeln konnte.