Appell der Feuerwehr Haiger: Nicht zur Brandstelle fahren

aus Wald- und Flächenbrände

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Sensationstourismus? Die Zufahrt ins Waldbrandgebiet bei Frohnhausen und Niederroßbach ist verboten. Archivfoto: Katrin Weber

Mutmaßlicher Sensationstourismus führt im Bereich der Brandstelle bei Niederroßbach häufiger zu Staubentwicklung. Die Folge: Vermeidbare Notrufe. Die Zufahrten sind nun gesperrt.

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HAIGER-NIEDERROSSBACH. Mit einem deutlichen Appell bittet die Haigerer Feuerwehr um Unterstützung. Der Hintergrund: Wiederholt waren Fahrzeuge im Bereich der gelöschten Waldbrände bei Niederroßbach unterwegs. Die Stadt Haiger hat nun die Zufahrtswege gesperrt.

"Aufgrund von Fahrzeugverkehr im Bereich der Brandstelle und auf den Zuwegungen mit Geländewagen, Quad bis hin zu Motorrädern kommt es immer wieder zu Staubentwicklungen", wird Stadtbrandinspektor Andreas Dilauro in einem Beitrag auf der Facebook-Seite der Stadt zitiert. Diese Staubentwicklung werde von aufmerksamen Verkehrsteilnehmern, die über die L 3044 fahren, als Rauchentwicklung wahrgenommen und anschließend gemeldet.

Selbstverständlich werde jedem Notruf nachgegangen. Allerdings lasse sich diese Art der Notrufe vermeiden. Die Stadt Haiger reagierte und sperrte am Samstagabend die Zufahrtswege zu der Brandstelle mit Absicherungsmaterial und Zusatzverkehrszeichen für alle Verkehrsteilnehmer.

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Dilauro bittet, von Fahrt in das Gelände abzusehen

"Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und bitten sie, die Absperrungen zu respektieren und von einer Fahrt in das Gelände abzusehen", appellieren Dilauro und die Haigerer Feuerwehr.

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Die zwei großen Waldbrände bei Frohnhausen und Niederroßbach umfassten etwa 47 Hektar - davon sieben bis acht Hektar in der Nähe des Haigerer Stadtteils. Im Nachgang der Brände laufen derzeit weiterhin umfangreiche Aufräumarbeiten im Wald.