Bürger wollen Herborn gemeinsam voranbringen

Ronald Lommel (links) und Hans-Dieter Wieden stellen die Initiative "Wir für Herborn" vor.  Foto: Andreas Schumann

Beim Bärentreff des Verkehrs- und Verschönerungsvereins erläutern die Gründer der Initiative "Wir für Herborn" ihre Beweggründe. Außerdem zeigen sie auf, was getan werden sollte.

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HERBORN. "Was läuft schief bei der weiteren Entwicklung? Warum wird in Herborn nur über einzelne Projekte diskutiert? Und warum werden die Bürger nicht frühzeitig beteiligt?" - diese Fragen stellten sich die Gründer der Initiative "Wir für Herborn" immer wieder, erklärten Ronald Lommel und Hans-Dieter Wieden vor rund 40 Teilnehmern beim ersten Bärentreff nach 18 Monaten Corona-Pause. Der Verkehrsverein wolle an die Tradition der monatlichen Treffen anknüpfen "und über Themen diskutieren, die in dieser Stadt die Menschen bewegen", betonte Vorsitzender Frank Pletka. "Stadtentwicklung ist ein ureigenes Thema des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, deshalb ist das heute der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen", betonte er.

Das geplante Parkhaus am Hintersand, aber auch die Bebauung am Schönblick und die geplante Bebauung am Weinberg seien letztlich der Auslöser für die Gründung der Initiative "Wir für Herborn" im August 2020 gewesen, berichteten Lommel und Wieden. Aus einer ersten Analyse sei die "Vision Herborn 2051" geworden. "Gesundes Leben am Fluss", der "Erhalt der Altstadt" und die "Anpassung an den Klimawandel" seien die Kernthemen. "Wir müssen immer wieder diskutieren, auch mit den Jüngeren, wie Herborn aussehen soll, wenn 800 Jahre Stadtrechte gefeiert werden. Wie gestalten wir das Leben in unserer Stadt, welche Lösungen finden wir für die aktuellen Themen Klimaanpassung, Mobilität, die wirtschaftliche Entwicklung und sozialverträgliches Wohnen in Herborn?"

Ronald Lommel verwies aktuell auf die "abschreckenden Beispiele" wie den Bau hinter der Volksbank, Collmar Living und die Bebauung im Hinterthal. Der Verkehrsverein und "Wir für Herborn" wollen den Diskurs fortsetzen. Frank Pletka wünscht sich, dass wieder mehr Vertreter aus Politik und Verwaltung regelmäßig an den Bärentreffs teilnehmen. Für die Fluthilfe im Ahrtal wurden 400 Euro gesammelt.