Rennerod bietet Wandern mit Höhen und Tiefen

aus Ferien zu Fuß

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Bietet einen idyllischen Anblick - auch im Herbst: Die Holzbachschlucht bei Seck ist seit 1929 Naturschutzgebiet.  Foto: Dominik Ketz

Eine 15,5 Kilometer lange Runde: Die WesterwaldSteig-Erlebnisschleife "Hügel, Seen und eine Schlucht" hat viel zu bieten - vor allem die Idylle in der Holzbachschlucht.

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. Rennerod (red). Ein Besuch der Holzbachschlucht bei Seck lohnt sich nicht nur als alleiniges Ziel. Das Naturschutzgebiet ist auch Teil der etwas mehr als 15 Kilometer langen WesterwaldSteig-Erlebnisschleife "Hügel, Seen und eine Schlucht". Während dieser Tour durchquert der Wanderer im wahren Sinne viele Höhen und Tiefen.

Start ist im Ortskern von Rennerod direkt an der Tourist-Information. Alternativ gibt es auch zahlreiche Parkplätze oberhalb der Holzbachschlucht.

Das Gebiet um die Stadt Rennerod stellt sich als sanft dahinziehende Hochfläche mit kleinen Wäldern und grünen Wiesen in einer für Mittelgebirge recht rauen Höhenlage dar. Die vorgestellte Erlebnisschleife verläuft zunächst auf einem großen Teil über den WesterwaldSteig, dessen Markierung oberhalb des Friedhofs startet. Der Weg führt zum sagenumwobenen Seitenstein - eine Basaltformation, die etwa 20 Meter aus der Erde ragt - sowie am Großen und Kleinen Secker Weiher vorbei.

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Am Großen Secker Weiher befindet sich ein Campingplatz mit Gaststätte, die zu einer ersten Rast einlädt. Hausgemachte Kuchen erwarten den Wanderer im Hofcafé Dapprich in der Nähe der Holzbachschlucht, einem der ältesten Westerwälder Naturschutzgebiete. Schon 1929 stellten preußische Behörden die Schlucht unter Schutz.

Dem Besucher zeigt sich ein Bild wie gemalt: Ahornbäume, Eschen und Ulmen biegen sich im spitzen Winkel über kristallklares Wasser, das gurgelnd über mächtige Steine fällt. 30 Meter hoch ragen Felswände steil in den Himmel. Zehntausende von Jahren hat der Holzbach an diesem Idyll gearbeitet, sich Millimeter für Millimeter durch den Basalt gegraben und einen der imposantesten Bachdurchbrüche des Westerwaldes geschaffen.

Zumal auch die Vegetation wie in vergangenen Tagen ist: Es gibt Buchenhallenwälder, skurrile Totholzformationen und zahlreiche Wildkräuter. Tafeln mit Erklärungen sind überall aufgestellt und erleichtern Wanderern und anderen Besuchern die Bestimmung von Pflanzen und Tieren. Die Holzbachschlucht kann in beide Richtungen auf naturbelassenen Pfaden dem Wanderweg R29 folgend umrundet werden. Eine Brücke am Ende der Schlucht verbindet beide Uferseiten.

DieTouren laufen über vorhandene Wanderwege

Zurück am Hofcafé Dapprich geht es auf dem R 24 weiter in Richtung Seck. Erst auf einem kleinen Pfad, später auf einem Kiesweg führt der Weg zum Ortseingang von Seck, wo es nach Überqueren der Hauptstraße links auf dem R 21 über Ferdinand-Werner-Straße und Schinnhohl zur Kirche geht. Am Friedhof links und an der Feuerwehr wieder links in die Hellenhahner Straße, dann rechts über den Fackenhahner Weg den Ort verlassen und dem Hauptweg R 21 zurück nach Rennerod folgen.

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Dieser Wanderweg ist einer von neun Erlebnisschleifen am WesterwaldSteig, die Teilabschnitte dieses Fernwanderweges auf Rundtouren erlebbar machen. Start- und Endpunkt sind jeweils identisch.

Die aussichts- und erlebnisreichen Wandertouren verlaufen über vorhandene Wanderwege, weisen vor Ort jedoch keine eigenständige Markierung auf. Für eine optimale Orientierung sind die Touren detailliert im Online-Tourenplaner unter www.westerwald.info beschrieben.