Teilimpfpflicht: 47 geben im Lahn-Dill-Kreis ihre Jobs auf

aus Coronavirus-Pandemie

Thema folgen
spritze; wirkstoff; klinik; medizin; ambulant; arzt; pillen; tabletten; gesundheit; patient; krankenhaus; gesundheitswesen; station; stationär; stationaer; notfall; chirurgie; schlafmittel; wissenschaft; studium; hilfe; heilen; heilung; genesung; reha; infektion; honorar; impfstoff; operation; schmerzen; arzneimittel; krankenkasse; arztrecht; impfung; verschreibung; wartezimmer; versicherung; antibiotica; kortison; gesundheitsamt; gesundheitsministerium impfen_68804581_Kurt Kleemann

Das Kreis-Gesundheitsamt hat zuvor veröffentlichte missverständliche Daten klargestellt: Etliche Beschäftigte hätten den geforderten Immunitätsnachweis noch nachträglich vorgelegt.

Anzeige

HERBORN/WETZLAR/DILLENBURG. Insgesamt 47 Beschäftigte in medizinischen und Pflege-Einrichtungen im Lahn-Dill-Kreis haben nach Kenntnis des Gesundheitsamtes ihre Beschäftigung wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht aufgegeben. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Diese sogenannte Teilimpfpflicht soll laut Bundesgesundheitsministerium voraussichtlich zum Jahresende auslaufen, sie war seit Mitte März in Kraft.

423 Beschäftigte legen Nachweis nachträglich vor

Das Gesundheitsamt stellte damit zuvor veröffentlichte missverständliche Daten klar. Denn: 818 Beschäftigte hatten, wie mittelhessen.de berichtete, keinen Immunitätsnachweis vorgelegt. Allerdings habe es sich dabei nur um eine vorübergehende Zahl gehandelt. Um die Zahl von Mitte März, als die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft trat. Etliche Beschäftigte hätten jedoch den Nachweis anschließend noch nachträglich, nach Aufforderung durch das Amt, erbracht, insgesamt 423 Personen.

Abzüglich der weiteren Arbeitnehmer, die eine „Unerlässlichkeitsbescheinigung“ ihres Arbeitgebers (236 Personen) sowie ärztliche Atteste gegen eine Impfung (55 Personen) vorgelegt haben, blieben also nur noch 104 Beschäftigte im Lahn-Dill-Kreis ohne Immunitätsnachweis. Und davon seien 57 Akten noch nicht bearbeitet worden („zirka 93 Prozent der Fälle sind abgeschlossen“), erklärte das Kreis-Gesundheitsamt.

Anzeige

Unterm Strich blieben also nur 47, dem Amt bekannte Personen, die ihre Arbeit wegen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht aufgegeben hätten. 47 von insgesamt rund 15.000 Menschen, die im Lahn-Dill-Kreis im Gesundheitswesen arbeiten, in Kliniken, Heimen, Praxen, Behinderteneinrichtungen, in der Tagespflege und bei Rettungsdiensten. Das sei die Zahl, die sich anhand der Meldungen ergebe. Unabhängig davon könnten aber auch weitere Beschäftigte einfach so gekündigt haben.

Dass 423 Beschäftigte einen Nachweis noch nachträglich vorgelegt hatten und dass 57 Akten noch nicht bearbeitet sind, hatte die Behörde zunächst auf Anfrage von mittelhessen.de nicht mitgeteilt. Deshalb veröffentlichten wir am Dienstag irrtümlich die Zahl von 521 Beschäftigten, die ihre Jobs in Pflege und Medizin im Lahn-Dill-Kreis aufgegeben hätten.