Grundschulklasse gestrandet: Reifenplatzer auf A45

Die Kinder hatten viele Fragen an die Polizei. Foto: Grundschule Weißkirchen

Eine vierte Klasse aus Oberursel ist auf dem Rückweg von ihrer Klassenfahrt, als bei Lützellinden am Bus ein Reifen platzt. Die Polizei eilt zu Hilfe und sorgt für ein ganz...

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GIESSEN-LÜTZELLINDEN. Einen eher ungewöhnlichen Einsatz hatte die Polizeiautobahnstation Mittelhessen am vergangenen Freitag auf der A 45. Wie auf der Seite des Polizeipräsidiums Mittelhessen nachzulesen ist, war eine vierte Klasse einer Grundschule bei Oberursel mit dem Reisebus auf dem Rückweg ihrer Klassenfahrt aus dem Westerwald. Doch auf Höhe von Lützellinden platzte ein Reifen auf der hinteren Achse des Reisebusses. Die Kinder strandeten auf der Autobahn. Zudem war es sehr heiß. Die Polizei eilte zu Hilfe und versorgte die Kinder mit Wasser. Gleich mehrere Streifenbesatzungen der Autobahnpolizei waren vor Ort. Und nicht nur das: Sie stellten sich und ihre Arbeit vor und ließen die Wartezeit wie im Fluge vergehen.

Ein paar Tage später sendete der Schulleiter als Dankeschön einen lobenden Bericht an die Ordnungshüter. Er beschreibt die Panne sehr aufregend: "Reifenteile schleuderten über die Autobahn und die Kinder erschraken von den lauten Geräuschen." Doch schnell und sicher habe die Busfahrerin auf dem Seitenstreifen gestoppt. Der Lehrer hätten dann darauf geachtet, dass alle den Bus sofort verließen und unter zwei Bäumen hinter der Leitplanke Schutz und Schatten suchten.

Die Kinder ließen sich von den Polizisten Autogramme auf die Arme geben. Foto: Grundschule Weißkirchen
Die Kinder ließen sich von den Polizisten Autogramme auf die Arme geben. (© Grundschule Weißkirchen)
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Nachdem die Polizei eingetroffen war, stellte diese schnell fest, dass die Kinder viele Fragen hatten, so im Schreiben des Schulleiters weiter. Kommissar Offermanns habe ein ganz besonderes Händchen für die vielen aufgeregten Fragen der Kinder gehabt, sodass er schnell von rund 40 Kindern umringt war. Er erklärte, was die Abzeichen bedeuten und was alles in dem Dienstgürtel mitgeführt wird. "Polizei hautnah - was für ein tolles Erlebnis für die Kinder", so der Schulleiter. Es habe nicht lange gedauert, da stand ein zweites Polizeiauto hinter dem lahmgelegten Bus. Wieder seien zwei nette Beamte ausgestiegen und sorgten bei den Kindern für beste Stimmung und entspannte Lehrkräfte.

Durch die Hitze bekamen die Kinder Durst. Kurzerhand wurden die Kollegen angefragt. Nach einer Weile kam ein Polizeibus des Polizeipräsidiums Mittelhessen Gießens vorbei, der aus der Notreserve der Wache erfrischende Getränke für alle dabei gehabt haben. "Die Kinder jubelten und sammelten daraufhin von allen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten Autogramme", so der Schulleiter weiter.

Währenddessen hätten Mechaniker den Bus repariert. Nach zwei Stunden sei der Bus wieder fahrtüchtig gewesen. Doch bevor es weiterging, kam "der "Chef" der Autobahnpolizei Mittelhessen, Herr Haas, persönlich, um nach dem Rechten zu sehen und staunte nicht schlecht, als er sah, was für ein tolles Team er hat." Am Ende standen vier Polizeiautos hinter dem Bus und sorgten bei den vorbeifahrenden Autos für Aufsehen. Das Schreiben des Schulleiters endet mit: "Beim Einsteigen in den Reisebus jubelten und winkten die Kinder ihren neuen "Freunden und Helfern" noch zu und fuhren glücklich davon. In Oberursel angekommen, wurden sie freudig und erleichtert von ihren Eltern in Empfang genommen. Und noch heute hört man bisweilen auf dem Schulhof die Worte .... eins, zwei ... Polizei ..." Die Klassenfahrt ging also doch noch gut aus - mit einem ganz besonderen Erlebnis für die Kinder.