Storchennest wird der Höhepunkt

Alles neu: Für den barrierefreien Umbau haben die Bauarbeiter das Außengelände der Kindertagesstätte Storchenwiese in Atzbach einmal auf links gedreht. Geplant ist, dass der Umbau bis Juni abgeschlossen wird. Gepflanzt werden soll dann im Herbst. Foto: Pascal Reeber

Die Kinder der Tagesstätte "Storchenwiese" in Atzbach haben jetzt schon Spaß - dabei ist der Umbau des Außengeländes ja noch lange nicht fertig. Doch wenn draußen der...

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LAHNAU-ATZBACH. Die Kinder der Tagesstätte "Storchenwiese" in Atzbach haben jetzt schon Spaß - dabei ist der Umbau des Außengeländes ja noch lange nicht fertig. Doch wenn draußen der Bagger dröhnt, dann drücken sich drinnen die Schützlinge von Leiterin Birgit Best in Zweierreihen an den Scheiben die Nasen platt. Bis Juni - falls nichts dazwischen kommt - sind die Bagger und die Bauarbeiter noch vor Ort.

400 000 Euro hat das Gemeindeparlament für die Umgestaltung in Atzbach bereit gestellt - die Summe zeigt, dass hier nicht kosmetisch gearbeitet wird. Viele Spielgeräte sind neu, im Moment ist kein Fleckchen Grün mehr zu sehen. "Wir haben das gesamte Gelände einmal auf links gedreht", verdeutlicht Planer Matthias Burghammer.

Das war nötig, weil die Fläche neu modelliert wird. Bislang gab es eine eher platte Wiese. Entstehen soll eine hügelige Spiellandschaft mit einzelnen Abschnitten - zum Beispiel dem Wasser/Matsch-Bereich, auf den sich Kita-Leiterin Best und ihre Kinder schon sehr freuen.

Ein Höhepunkt dürfte das Storchennest werden - es handelt sich um eine Plattform auf einem Sandsteinfelsen, die nicht nur einen Bezug zum Namen der Einrichtung und zum Atzbacher "Nationaltier" herstellt, sondern durch ihre Gestaltung auch ein Hingucker werden wird. Das gute Stück ist ein Unikat, das extra für die Kita entworfen wurde.

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Ende Februar haben die Arbeiten begonnen. Mit dem Ziel der Barrierefreiheit wurde auch der Zugang aus den Gruppenräumen aufs Außengelände verändert - der Absatz ist verschwunden. Dabei habe man auch gleich noch eine andere Schwachstelle beseitigen lassen, wie Bauamtsleiter Klaus Scharmann erklärt. So reichte das Pflaster der Terrasse im oberen Teil des Außengeländes bisher direkt bis an die Außenwand der Kita. Das führte dazu, dass sich Wasser staute. Das neue Pflaster endet nun ein Stück vor dem Bauwerk. Dazwischen befindet sich ein Graben, der von Metallgittern bedeckt wird. Zudem wurde die Drainage unter dem Außengelände erneuert, ergänzt Burghammer. Und es wurden große Betonbrocken aus dem Boden entfernt, wie Scharmann ergänzt. Sie waren bei den Bauarbeiten entdeckt worden und wurden in der Vergangenheit wohl als Fundamente angelegt, aber völlig überdimensioniert. Ihre Entfernung wird voraussichtlich zu einigen Mehrkosten führen.

Eine kleine Verzögerung könnte sich zudem beim Fallschutz anbahnen, der die Terrasse überziehen soll. Denn bei der Zulieferfirma hat es einen Todesfall gegeben. Nun wird ein neuer Lieferant gesucht.

Eine Frage bleibt: Sollten nicht noch mehr Spielplätze in Lahnau so interessant gestaltet werden wie das Gelände der Storchenwiese? Bei einer Umfrageaktion im vorigen Jahr hatten sich die Teilnehmer einen richtig coolen Spielplatz pro Ortsteils - für den man dann auch ein Stück fahren würde. Derzeit gibt die Gemeinde im Jahr gut 40 000 Euro für Reparaturen auf den elf Spielplätzen aus, wie Scharmann berichtete. Womöglich ließen sich hier die Ressourcen und die Kräfte bündeln.